Ein Blog über Magie, Nachhaltigkeit, Tarot und Kunst

Schlagwort: Herbst

Samhain 2020 – ein paar Eindrücke von unserer Feier

Kennt hr dieses komische Gefühl an einem freien Tag nach einem Feiertag? Das Knistern, die Magie des Tages liegt noch in der Luft – besonders, wenn ein Feiertag besonders harmonisch verlief.

Harmonisch heißt bei meiner Familie allerdings selten wie geplant. Ich möchte es hier eigentlich nicht zu lang werden lassen, aber tatsächlich haben wir alles geschafft, was ich geplant hatte – nur der Herbstspaziergang im Familienverbund fiel leider aus – mein Mann hat bei einer dringenden Renovierung mitgeholfen. Dafür hatten wir noch zwei Gäste zum Dinner dabei – spontan umgeplant und aus einem Gang irgendwie 2 Gänge gemacht, damit alle satt werden – aber Feiertage sind immer besser, wenn man sie teilt.

Das soll für dieses Kalenderjahr nun auch der letzte Eintrag zu Samhain sein – für das gerade heute beginnende Hexenjahr kann ich das leider nicht versprechen 😉

Be blessed, Keya

Abbildungen der Karten des „Ätherische Visionen – Das illuminierte Tarot“ mit freundlicher Genehmigung des Königfurt-Urania Verlags, © Königsfurt-Urania Verlag, www.koenigsfurt-urania.com

Allerseelenbrot

Seelenbrot wurde an Halloween in Irland gebacken, um es dann den Armen zu geben. Oftmals wurde eine Scheibe den Ahnen als Opfergabe dargebracht und/ oder draußen den Feen angeboten. Der Rest wurde verteilt, wenn Menschen von Haus zu Haus gingen, um Verse zu rezitieren (was später zum heutigen Trick or Treat wurde).

Die Inspiration zu meinem Rezept stammt aus einem Buch, dass sich an der englischen Tradition der sogenannten Sau’mas- Laibe, die in der früheren englischen Grafschaft Cleveland County gebacken wurden, orientiert. Auch in anderen englischen und schottischen Orten gab es ähnliche Traditionen.

Vor dem Backen

Aber Seelenbrot gibt es nicht nur in Irland- auch in Teilen Deutschlands war es üblich, Backwaren zu Allerseelen herzustellen. In der schwäbischen Küche gibt es die sogenannten Seele (auch schwäbische Seele genannt) – ein längliches Weißbrotgebäck aus Dinkel, außen knusprig, innen weich. Auch hier wird vermutet, dass der Brauch mit Allerseelen zusammenhängt – wer an der Wende vom Herbst zum Winter die armen Seelen verköstigt, der soll im folgenden Jahr durch eine reiche Ernte belohnt werden.

Eine andere Geschichte um die Seelen besagt, ein Bäcker aus Ravensburg habe in der Zeit des 30 jährigen Krieges ein Gelübde abgelegt, jedem Bedürftigen jedes Jahr an Allerseelen ein Brot zu schenken, wenn dafür die Pest an Ravensburg vorbeiginge – aus schwäbischer Sparsamkeit wurden aus Brotlaiben dann eben so eine Art Baguette.

Aber auch in Mexiko gibt es zum Fest der Toten (Dia de Los Muertos, 31.10.-2.11) das Brot der Toten (pan de muerto), ein Hefeteiglaib verziert mit Mustern, die Gebeine darstellen sollen sowie Zuckerfigürchen in Form von Totenköpfen (calaveras de dulce). Aber auch in Italien und Österreich findet man traditionelle Backwaren zu Allerheiligen/ Allerseelen. Spannend, dass es hier in unterschiedlichen Kulturen solche Ähnlichkeiten gibt.

https://unsplash.com/photos/CD0esuhBXuk?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditShareLink

Hier meine vegane Variante des Aller- Seelenbrot:

Zutaten:

  • 1 Hefewürfel (Fruchtbarkeit und Geld)
  • 250 ml Pflanzendrink Eurer Wahl (ich bevorzuge Hafer oder Dinkel, da heimisch und auch leicht selbst gemacht)
  • 500 g Mehl (Fruchtbarkeit und Geld)
  • 1/2 TL Salz (Schutz)
  • 4 EL Kürbispüree (Fruchtbarkeit)
  • 120g Zucker (Liebe)
  • 1 TL unbehandelte Orangenschalen (Liebe und Geld)
  • 1 TL unbehandelte Zitronenschalen (Schutz)
  • 60 g Alsan oder eine andere pflanzliche Margarine
  • 1/2 TL Mohnsamen (Glück)

Die Hefe in 100 ml des Pflanzendrink verrühren und 120g Mehl hinzugeben. Verkneten und mit Mehl bestäubt gehen lassen, bis die Masse sich verdoppelt hat.

Salz und Kürbispüree hinzugeben und aufschlagen. Dann die Fruchtschalen, den Zucker und die Margarine sowie das restliche Mehl, den restlichen Pflanzendrink hinzugeben und durchkneten – wenn Mehl und Flüssigkeit immer abwechselnd in kleinen Portionen hinzugeben wird, wird die Masse nie zu trocken oder feucht und lässt sich besser kneten.

5-10 Minuten wird der Teig jetzt geknetet. Wenn Ihr mögt, könnt ihr folgenden Segen dabei immer wiederholen:

Segne die Lebenden,
Gedenke der Toten

Das müsst Ihr aber nicht machen, nur wenn Ihr Euch wirklich damit wohlfühlt. Sollte der Teig am Ende klebrig sein, noch ein bisschen Mehl hinzugeben und nochmal kurz Kneten.

Den Teig dann in einer Schüssel an einen warmen Ort stellen und mit einem Tuch abgedeckt aufgehen lassen, bis er wieder doppelte Größe erreicht hat.

In 3 Teile teilen und einen Zopf aus den Strängen flechten. Mit Pflanzendrink bestreiche und mit den Mohnsamen bestreuen. Noch einmal eine halbe Stunde aufgehen lassen und dann bei 180 Grad Ober- Unterhitze 1 Stunde backen.

Das fertige Brot

Wenn ihr mögt, könnt Ihr in der Samhain Nacht auch eine Scheibe des Brotes für die Feen und Naturgeister nach draußen stellen. Viel Spaß beim Backen!

Be Blessed, Keya

Unboxing – Post von Sauberkunst

Enthält unbezahlte Werbung- so oder so ähnlich muss man eine Empfehlung aus vollem Herzen ja jetzt kennzeichnen.

Wieviel Plastik braucht der Mensch? Ich bin ja der Meinung, sehr wenig und wenn, dann nicht als Einweg. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, aus Bequemlichkeit doch mal wieder herkömmliche Kosmetik zu kaufen.

Inzwischen gibt es aber auch im Drogeriemarkt gerade bei Duschgel und Shampoo schon feste Bars (also in Form eines „Seifenblocks“) zu kaufen. Preislich sind die zum Teil aber nah dran an den kleinen Manufakturen, die dabei dann deutlich mehr Auswahl für verschiedene Hauttypen und haarige Problemchen bieten.

Meine Lieblingsmanufaktur ist seit Jahren Sauberkunst für festes Shampoo, Dusch- und Haarseifen. Festes Deo habe ich bisher bei Wolkenseifen bzw. Vegane Pflege bezogen – dort habe ich das erste mal von festem Deo gehört und daher immer dort bestellt, auch wenn zwischenzeitlich dann auch Sauberkunst Deocremes im Angebot hatte. Daher habe ich dieses Mal zum ersten Mal dort auch Deo bestellt- dazu weiter unten noch mehr.

Kurz zu den Unterschieden – Haarseife besteht aus verseiften Pflanzenölen. Für fettiges Haar sind sie daher oft etwas schwierig in der Handhabung, denn je nach Überfettung der Seife gibt die Seife Fett ab Haar und Haut ab. Zudem kann bei stark kalkhaltigem Wasser ein Film im Haar zurückbleiben- diesem kann durch Spülen mit einer sauren Rinse nach dem Waschen vorgebeugt werden, aber alles in allem bin ich daher kein großer Fan von Haarseifen.

Festes Shampoo hingegen ist Shampoo in gepresster Form, das bereits mit wenig Wasser hergestellt wird. Es schäumt durch das enthaltene milde Tensid und besteht bei Naturkosmetikmanufakturen aus natürlichen Inhaltsstoffen und kommt ebenso wie Haarseife ohne unerwünschte Inhaltsstoffe wie Silikone oder Parabene aus.

Dabei sind diesmal Hautnah& Nessi, weil meine Kopfhaut gerade etwas zickt sowie Froschkönig für fettiges Haar. Hautnah ist für mich eine neue Sorte, aber mit Nessi und dem Froschkönig bekomme ich meine Kopfhaut und das schnelle Nachfetten immer gut in den Griff. Sehr wichtig, da ich gerade meine Haare wachsen lasse. Froschkönig passt zudem sehr gut zu meinem Wohnort – ich wohne am Fuß der Sieben Berge, also quasi wie im Märchen.

Für meine Pflegeroutine benutzte ich seit Jahren die Seife „Merlin“ – ich habe leider leicht fertig und zu Unreinheiten neigende Gesichtshaut, bisher waren konventionelle Reinigungsprodukte entweder austrocknend oder zu aggressiv- oder manchmal auch wirkungslos. Merlin enthält neben Olivenöl, Sheabutter und Aloe Vera zur Pflege auch Pflanzenkohle und Teebaumöl – perfekt für meine Haut.

Statt Creme habe ich in den letzten Jahren 1-2 Tropfen Jojoba-/Arganöl mit Rosmarin- oder Lavendelöl direkt nach der Reinigung auf das noch feuchte Gesicht aufgetragen. Nun gibt es seit einigen Jahren auch schon ein passendes Merlin Gesichtsöl bei Sauberkunst- das habe ich diesmal in der Probegröße mit bestellt. Und ich bin schwer begeistert! Tatsächlich ist die Haut angenehm mattiert und ich brauche keinen Puder mehr – was ich sehr begrüße, denn ich mag mich eigentlich ungern „zukleistern“.

Und nun zum festen Deo – wieso habe ich mich bisher nicht getraut, das bei Sauberkunst zu bestellen? Meine Deo Erfahrungen mit herkömmlichen Drogeriedeos – entweder es hilft und stinkt – oder es hilft nicht, riecht dafür an sich gut nur man stinkt nach ein paar Stunden leider selbst. Quasi also erstmal alle Produkte einmal testen, bis man das optimale Deo für sich gefunden hat. Irgendwie dachte ich wohl, bei Deocreme gibt es auch solche Unterschiede zwischen den Hersteller.

Dabei wirkt Deocreme ja anders als die meisten herkömmlichen Deos. Diese unterdrücken oft das Schwitzen – Deocreme hingegen wirkt (meist) mit Natron und natürlichen Duftstoffen gegen den Geruch, der entsteht, wenn der Schweiß von Bakterien zersetzt wird – denn frischer Schweiß riecht eigentlich gar nicht.

Nun kennen einige von Euch vielleicht die DIY Deocreme aus Kokosöl und Natron. Ähnlich fand ich auch immer die Konsistenz des Wolkenseifendeos – nicht ganz so krümelig aber so ein bisschen Grad vom Natron hat man beim Verteilen schon noch gespürt. Außerdem setzte sich das Deo bzw. das Natron irgendwann im Laufe des Tages in der Hautfalte ab. Was mich nicht gestört hatte bisher, denn das kannte ich auch von herkömmlichen Deos.

Nun haben mich bei Sauberkunst aber genau die natronfreien Varianten angesprochen- und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Die Konsistenz ist so wunderbar weich, irgendwie zwischen Vaseline und weichem Honig. Momentan nutze ich das Fräulein Grün und der dezente Duft ist tatsächlich Abends noch zu vernehmen. Ich bin begeistert.

Natürlich habe ich noch 2 Körperseifen geshoppt. Zum einen durfte die „Gärtners Beste“ mit in den Korb. Ich habe sehr oft irritiere Haut und ständig kleine Blessuren durch Zweige beim Gassi gehen oder die Gartenarbeit – und die Beschreibung hörte sich einfach nach mir an:

Gartenarbeit mit Handschuhen ist für dich undenkbar? Du möchtest die frische Erde spüren und siehst nach einem fleißigen Einsatz auch so aus?

Quelle: Sauberkunst

Ich bin ganz gespannt- die Seife hat ein kleines Band durchgefädelt, an der man sie zum Trocknen aufhängen kann – ich schneide mir die 100g Seifenblöcke sonst immer in kleiner Stücke. Die Reste von einem Stück klebe ich dann immer auf das nächste. So brauche ich kein Sisal- Säckchen, die mag ich nämlich nicht besonders.

Und als letztes musste eine Herbstthemenseife mit – „Samhain“. Sie enthält wie Merlin Pflanzenkohle und duftet herrlich nach Orange, Patchouli, Lavendel, Schokolade, Vanille und Weihrauch – wenn das nicht meine Seife ist.

Und natürlich gibt es immer ein kleines Geschenk – diesmal eine Probe des Shea Mousse “Kirschblüte”. Riecht wunderbar, nur benutzte ich solche Produkte selten, freue mich aber immer so sehr über so kleine Aufmerksamkeiten, dass ich sie für einen besonderen Moment aufhebe und dann vergesse. Das soll diesmal aber nicht passieren.

Mein Geschenk- ich liebe Kirschblütenduft

Wie ist Eure Erfahrung mit Plastik freier/ reduzierter Körperpflege? Habt ihr Tipps, Tricks und Must- Haves? Erzählt gern mal in den Kommentaren.

Be Blessed, Keya

Herbstpunsch

Der Herbst ist für mich eine magische Zeit. Seit Kindertagen an ist der Herbst meine Lieblingsjahreszeit. Die bunten Blätter, die letzten Sonnenstrahlen, die die Farben so richtig schön zur Geltung bringen. Spaziergänge im Regen – kennt ihr diesen wunderbaren Geruch, den der Regen hinterlässt (auch Petrichor genannt)? Und nach dem Spaziergang im Regen ein entspannendes Bad bei Kerzenschein oder eine ordentliche Tasse Tee und ein gutes Buch.

Gekrönt wird der Herbst dann von Samhain. Dies Rezept ist ein sehr schönes Rezept um an Samhain, Halloween oder am Erntedankfest anzustoßen – was auch immer ihr feiern möchtet in dieser Jahreszeit.

Das Schönste – der Punsch funktioniert durch den enthaltenen Zimt sowohl als kalter aber auch als warmer Punsch. Ich weiß nicht, wem es sonst noch von Euch so geht- während ich pünktlich zum 1. September in den Startlöchern stehe, den Herbst in vollen Zügen auszukosten, ist es für meinen Mann irgendwie immer noch Spätsommer. Während ich dann schon friere, ist im noch zu warm. Daher ist dieses Rezept ideal für unsere Feiertage im Herbst.

Zudem ist es alkoholfrei und somit auch für Familienfeiern mit kleinen Kindern und werdenden oder stillenden Müttern geeignet.

Ich wünsche Euch einen magischen Herbst. Be blessed, Keya

Zutaten:

  • 250ml Johannisbeersirup (Gesundheit)
  • 1 Liter Apfelsaft (Liebe)
  • 1 TL Zimt (mediale Fähigkeiten)
  • 6 Orangenscheiben (Glück)
  • 1 Liter Ginger Beer oder Gingerale (Erfolg)
  • Eiswürfelbereiter für die kalte Variante

Kalte Variante: Sirup und Saft und mit dem Zimt abschmecken. In jedes Fach des Eiswürfelbereiters ein Stück Orange und mit dem Saft-/ Sirupgemisch auffüllen. Einfrieren. Den restlichen Saft-/ Sirup im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren die Eiswürfel und das Ginger Beer oder Ginger Ale hinzufügen.

Warmer Punsch: Alle flüssigen Zutaten zusammengeben und mit Zimt und Orangenscheiben aufkochen. Warm servieren.

© 2021 freifliegend

Theme von Anders NorénHoch ↑