Ein Blog über Magie, Nachhaltigkeit, Tarot und Kunst

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Lughnasadh Rituale für die gesamte Familie

Hier noch ganz schnell die Last- Minute Liste für Euer Lughnasadh- Fest gemeinsam mit Kindern, Familie und Freunden. Wenn Ihr noch nicht genau wisst, was wir an diesem Tag feiern, lest Euch meinen ersten Beitrag zu diesem Fest gern noch einmal durch.

Ein besonderer Vorschlag zu diesem Fest – was immer Ihr von den Vorschlägen machen möchtet – wenn Ihr kleine Kinder dabei habt, könnt Ihr die einzelnen Zutaten im Garten verstecken und die Kinder suchen lassen oder gemeinsam mit Ihnen suchen – bei jedem gefundenen Gegenstand erklärt, wofür er im Zusammenhang mit Lughnasadh steht und was damit gemacht wird. Sind alle gefunden könnt Ihr gemeinsam die gewählte Aktion zur Feier des Tages durchführen.

1. Backt Brot

Da Lughnasadh den Beginn der Kornernte markiert, ist natürlich selbstgebackenes Brot das Festessen zu diesem Tag. Für alle Eiligen habe ich hier ein Blitzbrotrezept:

Zutaten:

  • 1 Würfel Hefe
  • 450ml Wasser
  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 250g Weizenvollkornmehl
  • 80g Sonnenblumenkerne
  • 80g Leinsamen geschrotet
  • 2TL Salz
  • 2EL Essig (alternativ Zitronensaft)
  • Fett für die Form

Hefe und Wasser verrühren, dann die restlichen Zutaten zugeben und alles verkneten. In eine gefettete Form füllen und im nicht vorgeheizten Backofen bei 200°C 60 Minuten backen.

Als Belag macht sich eine Mischung aus einem Teil veganem Butterseratz und einem Teil veganem Frischkäse gut – teilt diese Grundmischung zu gleichen Teilen auf und würzt sie verschieden – fertig ist ein tolles Lammas Festmahl. Probiert einmal folgende Würzungen aus:

  • Tomatenmark & Basilikum
  • Kräuter & Knoblauch
  • Curry oder Kurkuma
  • kleingeschnittene Blüten und Kapuzinerkresse
Photo by Mariana Kurnyk on Pexels.com

Soll es etwa warmes dazugeben, eignet sich Schmorkohl. Dafür einen Spitzkohl putzen, den Strunk entfernen und vierteln. In dünne Streifen schneiden. Eine Zwiebel würfeln, diese in einer Pfanne mit Öl dünsten und den Kohl dazugeben und scharf anbraten, dabei öfter wenden – wenn der Kohl Farbe angenommen hat, etwa 250- 350ml Gemüsebrühe angießen, mit Paprikapulver, Kümmel und Salz, Pfeffer würzen und mit geschlossenem Pfannendeckel 5 Minuten schmoren lassen. Danach den Deckel öffnen und solange weiterschmoren, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

2. Eine Kornpuppe basteln

Früher hat sich unser Dorf getroffen, um die Erntekrone für das Erntedankfest zu binden – manchmal hat dies mehrere gesellige Abende/ Nachmittage gedauert (je nachdem, ob es viel zu klönen gab oder konzentriert gearbeitet wurde). Zu Lammas bauen wir entweder Strohpuppen aus Getreidehalmen oder eine „Corn Husk“ Puppe aus Mais. Anregungen habe ich Euch hier auf einer Pinterest Pinnwand zusammengestellt:

https://www.pinterest.de/freifliegend_keya/kornpuppe/

3. Ein Sonnenrad aus Maiskolben bauen

Alternativ könnt Ihr ein Sonnenrad aus Maiskolben binden – wenn Ihr das dann trocknen lasst, habt Ihr bis in den Herbst hinein für alle 3 Erntefeste eine tolle Dekoration:

https://www.pinterest.de/freifliegend_keya/sonnenrad/

4. Zelten im Freien oder ein Picknick in der Natur

Wenn möglich, verbringt diese Nacht im Zelt draußen in der Natur, um die Magie der Nacht zu spüren. Gern einfach im Garten oder aber, wenn das Fest günstig liegt, fahrt auf einen Campingplatz und lasst die Seele baumeln. Alternativ geht auch ein Picknick im Freien – mit den Rezepten von Oben könnt Ihr so eine richtig tolle Brotzeit in der Natur machen.

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5. Trinkt Bier – für die jüngsten gern ein Malzbier

Bier war früher nicht nur in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Im Mittelalter wurde es mit altbackenem Brot als Biersuppe gereicht – natürlich war das zu Hause gebraute Bier vom Alkoholgehalt nicht mit unserem heutigen Bier vergleichbar.

Bierbrauen hat in Deutschland eine lange Tradition und nicht um sonst haben wir ein Reinheitsgebot, das besagt, dass ein Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser bestehen darf – damit ist es natürlich das Getränk der Wahl zum Schnitterfest. Für die Kinder und für alle, die auf Alkohol verzichten möchten, gibt es mit Malzbier eine tolle, alkoholfreie Variante. Aber auch einige andere alkoholfreie Biere schmecken inzwischen echt gut. Feiert Abends an der Feuerschale die Nacht vom 31.7. auf den 1.8. mit Freunden bei Bier und guten Gesprächen oder lasst das Fest am 01.08. abends mit einem Bierchen ausklingen.

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Ich wünsche Euch ein tolles Schnitterfest – be blessed, Keya

Das erste Erntefest – Lughnasadh

Der Name dieses Fests (gesprochen Luu-a-sah oder auch Luu- na- sah) ist ähnlich wie Samhain keltischen Ursprungs, jedoch fanden auch bei den Germanen Feierlichkeiten um diese Zeit statt. Lughnasadh ist das erste der 3 Erntefesten im Jahreskreis (gefolgt von Mabon und Samhain) und markiert sozusagen den Beginn der Erntezeit.

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Andere Namen für dieses Fest sind Lammas (ein alt-christlicher Name, der vom alt-englischen „loaf-mass“, also Laibfest abstammt) oder aber auch Schnitterfest und Kräuterweihe – der letzte Begriff zeigt, dass auch die Kräuterernte und Verarbeitung jetzt beginnt, bevor der Winter kommt.


Astrologischer Zeitpunkt für dieses Fest war ursprünglich entweder der 8. Vollmond des Jahres oder der Zeitpunkt, an dem die Sonne 15° Löwe erreicht. Eingebürgert hat sich aber die Nacht zum 01. August.
Wichtige Ritualthemen sind der Beginn der Erntezeit – vor allem die Getreide- und Kräuterernte, sportliche Wettkämpfe, Segnungen, Begleichen von Schulden sowie Wetterzauber. Ebenso fanden oft Handfastings, d.h. keltische Hochzeitsrituale zu dieser Zeit statt.

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Edelsteine, die in Korrespondenz zu den Energien des Lammas- Festes stehen sind Peridot, Sardonyx, Citrin und Aventurin. Geräuchert wird bevorzugt mit frischen und fruchtigen Düften – also Sandelholz, Aloe, Rose, Yasmin, Galgant und Brombeerblätter.


Die Kerzen wählt man in den warmen Farben des Sommers – gelb, orange, rot und gold. Den Altar dekoriert man am Besten mit Kornpuppen aus Getreidehalmen, einem Sonnenrad aus Maiskolben, Blumen, Kräuter, Ähren und Früchten – wer hat, kann eine Sichel für das Erntethema als Deko nutzen.


Zum Lughnasadh- Festessen gehört natürlich frisch und am Besten selbst gebackenes Brot. Ein Brauch ist, das Brot zu brechen und unter Verwandten und Freunden mit guten Segenswünschen zu verteilen. Frisches Brot und verschiedene Dipsorten reichen fast. Ein weiterer Brauch ist, dass zum Fest jeder geladene Gast die schönste Frucht mitbringt – aus allen Früchten wird dann gemeinsam ein Obstsalat gemacht und mit Honig gewürzt und zusammen verspeist. Ansonsten kann man Spitz- oder Weißkohl in Wasser und ggf. etwas Wein dünsten.

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Weitere Anregungen rund um das Lughnasad findet Ihr hier. Im nächsten Blogpost verrate ich Euch noch, wie Ihr das Fest mit Euren Kindern gestalten könnt. Bis dahin, be blessed, Keya.

[genugteam.com – Blogparade] -GEWOHNHEITEN FÜR AUSGEGLICHENHEIT & WOHLBEFINDEN

Ich bin vor ein paar Tagen auf die Blogparade von genug – Ein Blog über Minimalismus – „Gewohnheiten für Ausgeglichenheit und Wohlbefinden“ – aufmerksam geworden und fand, dass ich hier noch eine ganz andere Sicht der Dinge aufzeigen kann. Da die Blogparade kein offizielles Ende hat, kann ich wohl auch ein Jahr später noch etwas dazu schreiben – zumal es gerade ganz prima zu meiner Neumondlegung passt, die morgen an die Abonnenten meines Newsletters versendet wird (wenn Du noch nicht dabei bist, unter diesem Artikel findest Du einen Link zum anmelden).

Gerade im Zusammenhang mit Achtsamkeit und gesunden Routinen fällt oft der Satz „Rituale sind so wichtig“ – als Hexe schmunzelt man dann immer leicht, weil wir unter Ritual wohl eher eine andere Vorstellung haben, als mit diesem Satz gemeint ist. Jedoch in Zeiten von Instagram und Witchtok merkt man ganz schnell, wie unterschiedlich auch die Vorstellung von zwei Hexen auseinander gehen kann – und wenn man es mal herunter bricht – so verschieden sind die Achtsamkeitsrituale dann doch gar nicht von unseren Ritualen.

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Für mich ist es ein fester Bestandteil, sich das Leben in Zyklen vorzustellen – alles fließt und bewegt sich irgendwie wellenförmig. Stress – egal ob Arbeit, Feiertagsvorbereitung oder Beziehungsstress – kündigt sich an, erreicht seinen Höhepunkt und verfliegt wieder. Genauso ist es mit schönen Ereignissen, erst Vorfreude, dann kommt der Augenblick und dann schwelgt man in Erinnerungen. Und im Anschluss geht es wieder von vorn los.

Viele Hexen und auch andere spirituelle Menschen richten sich daher im Gesamtjahresverlauf nach dem Jahreskreis (Sonnenzyklus) und jeden Monat nach dem Mondzyklus aus. Ich möchte hier ein bisschen aus meiner Sicht schreiben, was mir ein Leben in Zyklen bringt.

Mond- und Jahreszyklus erleben

Wer kennt das nicht – plötzlich ist Weihnachten. Wenn es dafür doch nur einen festen Tag im Jahr gäbe – ach halt, gibt es ja. Wieso haben wir dann bitte jedes Jahr diesen Stress? Oder machen wir uns ihn am Ende selbst? Corona bedingt sitze ich nun mittlerweile über ein Jahr und drei Monate im Homeoffice. Und mir kommt es vor, als wenn Tag und Nacht ineinander verschwimmen und eigentlich keinen Übergang mehr haben. Schon wieder ein Monat vorbei – Wahnsinn, wie schnell das geht.

Wir leben in einer hoch digitalisierten Welt, ständig schauen wir in irgendwelche Bildschirme, freuen uns das halbe Jahr auf den Sommer und ist er da, dann ist immer was – zu viel Arbeit, schlechtes Wetter oder was anderes. Ehe man sich versieht, ist der Sommer wieder vorbei und man wollte doch noch so viel machen.

Geht mir ganz genau so. Aber mir fällt es unheimlich schwer, ganz starre Gewohnheiten in meinen Alltag zu integrieren. Ich habe ständig einen vollen Terminkalender auf der Arbeit, einmal die Woche Gesangunterricht, seit neustem drei mal die Woche streamen auf Twitch und der Große muss alle zwei Wochen zur Jugendfeuerwehr. Es gibt Tage, da passt es zu meditieren – und es gibt Tage, da passt es eben nicht.

Meine Gewohnheiten zum Mondzyklus und die Feiern zu den Jahreskreisfesten geben mir einen verloren Rhythmus wieder, ohne mir starre Termine vorzuschreiben. Ja, auf meiner Startseite findet sich ein Countdown für das nächste Jahreskreisfest. Das starre Datum ist aber nur der exakte, astrologische Termin – wir feiern an dem Fest aber die Energien der Jahreszeit. Die Energien bauen sich zu dem Datum auf, erreichen den Höhepunkt und nehmen dann wieder ab – bevor die Energien des nächsten Festes spürbar werden. Alles im Fluss – wenn es erst am Wochenende später passt, zu feiern, dann passt das auch. Wenn sich das Wochenende vorher richtiger anfühlt – go for it. Diese Feste sollen uns wieder mehr mit der Natur verbinden – eine Verbindung, die uns mehr und mehr verloren geht.

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Mein Mondzyklus sieht so aus, dass ich zu Voll- und Neumond mich mit einer Räucherung und einem Bad reinige (oder Dusche, wenn es schnell gehen muss) und jeweils die Karten für den kommenden Zyklus lege. An Vollmond Tarot, am Neumond derzeit Krafttierimpulse. Diese teile ich auch in meinem Newsletter (gern weiter unten eintragen). Danach mache ich ein winzig kleines Ritual oder dekoriere meinen Altar neu und mache anschließend etwas für mich – Musik, Singen, ein Buch lesen oder malen.

Auch Voll- oder Neumondrituale müssen nicht exakt zum Voll- oder Neumond ausgeführt werden – der Tag davor und der Tag danach zählen dazu. Der Mondzyklus lässt also zu, dass ich meine „Me Time“ optimal ins Leben einfließen lassen kann, ohne noch einen Termin zu haben.

Welche Gewohnheiten möchtest du dir angewöhnen, welche Gewohnheiten möchtest du gerne ablegen?

Bewusst mache ich das Ganze tatsächlich erst wieder seit Corona. Und auch in dieser Zeit habe ich mich einmal abbringen lassen – und prompt gemerkt, wie viel unausgeglichener ich war. Für die Zukunft möchte ich mir angewöhnen, mich nicht immer aus der Bahn werfen zu lassen von Dingen, die ich mir viel zu sehr zu Herzen nehme. Ich möchte in Zukunft dafür an diesen Ritualen fest halten, auch wenn es mir nicht gut geht – ohne einen fixen Termin daraus zu machen. Ich berichte gern, wie mir die Balance gelingt.

Sehr schöne finde ich die Idee, an Neumond eine Online- Pause einzulegen. In vielen Magieratgebern steht immer, an Neumond sollen Hexen nichts machen. Dem stimme ich nur bedingt zu, aber Neumond ist schon eher der Selbstreflexion vorbehalten. Daher habe ich es jetzt ein paar Mal so gemacht, das Handy und den Rechner auszulassen. Kurz in den Status geschrieben, dass man mal verschwunden ist, wie der Mond – und 1-2 Tage später das Handy einschalten und sehen, dass man gar nicht so viel verpasst hat. Es geht, wir können uns nur manchmal gar nicht mehr vorstellen, nicht erreichbar zu sein. Ich möchte mir wirklich abgewöhnen, immer in Bereitschaft zu sein. Nein sagen lerne ich jetzt erst – und nur ganz langsam. Aber es ist so wichtig.

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Wie ergänzen sich Minimalismus und Gewohnheiten ideal?

Instagram und Tiktok (mit dem Hashtag #witchtok) sind voll von perfekt gestylten Altären, gut gefüllten magischen Kabinetten mit Kräutern, Kerzen und so weiter. Gerade Anfänger (und selbst ich nach vielen Jahren) fühlen sich davon oft abgeschreckt. Fasst man den Mut und postet ein eigenes Ritual, Spelljar oder Zauber – es dauert nicht lange, da kommt jemand um die Ecke und erklärt ungefragt, wie es besser geht.

Ich bin der Meinung, im Leben ist die wichtigste Regel „Keep it short and simpel“ – und das gilt auch für die Magie. Ihr braucht keinen Altar, wenn Ihr Euch damit nicht wohl fühlt. Und wenn ihr einen Altar habt – der muss nicht sofort picke-packe voll sein – finde ich zum Beispiel total unpraktisch, der Altar ist mein Arbeitsplatz. Keine zwei Menschen sind so exakt gleich, dass Euch irgend jemand bei dem, was ihr als Gewohnheit oder Ritual für Euch tut, besser beraten kann, als ihr selbst. Und wer Ratschläge gibt, sollte meiner Meinung nach warten, bis er oder sie danach gefragt wird 😉

Jetzt seid Ihr dran – integriert Ihr die Zyklen der Natur in Euer Leben? Habt Ihr andere Gewohnheiten, die Euch Achtsamkeit im Alltag schenken? Erzählt davon gern in den Kommentaren. Be blessed, Keya


Du möchtest mir zwei Mal im Monat in die Karten schauen – dann melde Dich hier an:

Keine Antwort – stellst Du die richtigen Fragen?

Tarot- und Orakelkartenlegungen leben von der richtigen Fragenstellung

Ich bin ja recht neu auf TikTok – und auch nicht ganz so aktiv, aber manchmal poste ich dort kleine Impulse aus meinen Neumond- und Vollmondlegungen. Neben der Reichweite, die dort echt immens ist, kamen jetzt aber auch ein paar Mal konkrete Fragen in den Kommentaren, die die Betreffenden gern von mir mittels Karten beantwortet haben wollten. Und ich versuche wirklich mein Bestes, aber einige Fragen zeigten wieder, wie tief die falschen Vorstellungen über das Kartenlegen verwurzelt sind.

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Nimmst Du Dein Leben in die Hand – oder verzettelst Du Dich in Fragen?

Ich möchte Euch eine Geschichte aus meinem Leben erzählen – ich habe meinen ersten Mann mit 14 Jahren kennen gelernt bzw. „wiedergefunden“. Wiedergefunden, weil wir uns sicher waren, uns aus einem früheren Leben zu kennen. Wir wurden ein Paar, als wir 16 waren und waren 9,5 Jahre zusammen, bis er endlich mal den Antrag machte- und so heiratete ich mit 23 zum ersten Mal. Leider hatte er ca. eine Woche vor der Hochzeit herausgefunden, dass er inzwischen unsere damals beste Freundin liebte – war aber zu feige, die Hochzeit abzusagen.

Kommt er wieder zurück zu mir?

Eine der häufigsten Fragen

Es kam, wie es kommen musste, mit 25 stand ich also vor einem Scherbenhaufen. Mein Ex hatte sich 1,5 Jahre auf den Knall vorbereitet und war sich sicher, dass er direkt bei seiner Neuen einziehen konnte – und ich stand auf der Straße, mitten im Studium, ohne Wohnung, Geld und Perspektive. Und auch ich stellte damals meinen Karten diese Frage – wie geht es mit uns weiter, kommt er wieder zurück? Ich hatte mit 21 Jahren das Kartenlegen begonnen und auch eine Zeit lang als Nebenjob Karten gelegt – aber nun saß ich vor diesem Kartenbild und fand keine Antwort, die mir geholfen hätte.

Was hätten die Tarotkarten auch sagen sollen?

Ihr müsst Euch die Karten vorstellen, wie Eure beste Freundin/ Euren besten Freund. Wenn Ihr verheult anruft und genau diese Frage stellt, dann tätschelt ein gute*r Freund*in Euch die Schulter, sagt tröstende Worte und versucht in Nebensätzen verpackt Optionen aufzuzeigen: Tue jetzt erst einmal etwas für Dich! Jetzt kannst Du endlich den Roadtrip machen, auf den der Partner/ die Partnerin keinen Bock hatte! Lass uns morgen zum Friseur und einen Beautytag machen/ Lass uns eine Kneipentour machen und das Nachtleben genießen!

Übrigens haben ich mein Tarot- Journal aus dieser Zeit noch – und was soll ich sagen, die Antworten, die ich gebraucht hätte, die lagen da! Ich konnte sie nur nicht sehen – weil mein Fokus seit Jahren auf einem „Wir“ lag, dass vielleicht schon lange vorher kein Wir mehr gewesen war. Weder er noch ich waren ehrlich zu uns selbst gewesen und hatten uns verrannt – während er schon immer dazu tendierte, sich aus solchen Situationen ohne offene Aussprache herauszuwinden, bin ich ein Mensch, der alles für eine Beziehung tut. Und somit war mein kompletter Lebensinhalt weggebrochen, von jetzt auf gleich.

Wie bereits in diesem Beitrag beschrieben, können Karten eben keine Zukunft voraus sagen – weil die Zukunft nicht in Stein gemeißelt ist. Wenn wir aber mal ehrlich sind – solange wir wie ein Häufchen Elend verrotzt und heulend hinter dem/der Ex laufen, wir die Motivation, zurückzukehren, nicht sehr groß sein. Denn der, der sich trennt, genießt meist erst einmal die neu gewonnene Freiheit. Meistens kommt die Einsicht, was man hatte, bei dieser Person erst ein halbes bis dreiviertel Jahr nach der Trennung (wenn sie denn kommt). Bewahrt Euch als Verlassener also bitte ein bisschen Restwürde.

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Die richtigen Fragen an die Karten

Stellt den Karten daher lieber nicht die Fragen, die Euer Gedankenkarussell bei Nacht antreiben und Euch um den Schlaf bringen. Diese Fragen bringen Euch meist nicht weiter, weil es tatsächlich keine Antworten gibt – Ihr bleibt gefangen in einem Hamsterrad. Eine Möglichkeit ist, nach dem Warum zu fragen – idealerweise auch nach dem eigenen Anteil an diesem Warum. Denn so könnt Ihr Euer eigenes Verhalten reflektieren und in Zukunft alte Muster durchbrechen oder vermeiden. Jedoch kann auch das direkt nach der Trennung noch unangebracht sein – denn meistens geht es da um sehr persönliche Dinge und die Verletzungen sind noch viel zu frisch.

Viel besser ist es, Fragen zu stellen, was man tun kann – dafür ist natürlich erst einmal eine Analyse sinnvoll. Was fehlt mir jetzt am meisten? Selbstvertrauen, Nähe oder will ich nur nicht allein sein? Habe ich Angst vor dem Allein sein? Will ich vielleicht nur nicht Allein sein? Geht es gar nicht darum, diesen einen Menschen wieder zu bekommen? Der nächste Punkt, den man mit den Karten dann analysieren kann ist: Was brauche ich jetzt? Was kann ich tun, um meine Situation zu verbessern? Wie kann ich meine Mitte wieder finden? Wie finde ich wieder zu mir selbst?

Auch mehrmaliges Befragen der Karten oder mehrerer Kartenleger wird das Ergebnis nicht verändern

Für Euch getestet – gern geschehen

Mein 25-jähriges Ich ließ übrigens nicht locker. Die Antwort gefällt nicht – ach, einfach nochmal mischen und legen. Irgendwann rief ich einen Kartenleger- Kollegen an. Auch dieser Kollege hatte eigentlich keine Antwort für mich, zu mindestens nicht die, die ich hören wollte. Das erlebe ich tatsächlich auch bei Anfragen auf TikTok- da wird man jeden Tag mit derselben Frage angeschrieben oder einfach derselbe Kommentar einmal bei mehreren Kanälen gepostet – irgendwer wird schon mit der Antwort kommen, die man hören will. So funktioniert das aber leider nicht. Die unbequemsten Antworten sind leider meistens die, die uns weiter bringen im Leben.

Ja, es tut weh. Das wird es auch noch eine Weile, jedoch könnt nur Ihr Euch selbst da rausholen. Und je eher Ihr das realisiert, desto eher könnt Ihr aktiv etwas zum Positiven verändern. Je länger Ihr an Fragen hängt, die Euch immer in der Trauer festhalten, desto weniger könnt Ihr in der Trauerverarbeitung voran schreiten.

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Ich weiß, wie einfach das geschrieben und gesagt ist. Es ist ja auch nichts Neues, wenn man aber in der Situation ist, dann will es einem nicht gelingen, loszulassen und nach vorne zu schauen. Genau da sollte eine gute Kartenlegung ansetzen – ein guter Kartenleger wird Euch nicht unbedingt die Frage beantworten, mit der Ihr zu ihm kommt, sondern Euch erst einmal beraten, was denn vielleicht eine geeignetere Formulierung wäre. Denn es geht nicht darum, Euch das zu sagen, was Ihr hören wollt – sondern Euch Handlungsoptionen aufzuzeigen. Ob Ihr diese umsetzen möchtet, ist Eure Entscheidung.

In diesem Sinne, be blessed, Keya


Zu jedem Vollmond und Neumond versende ich eine Tarotlegung oder Impulse für den kommenden Monat – trage Dich jetzt gern hier ein:

Last- Minute Litha- Rituale mit Kindern

Oh, verdammt – ich bin schon wieder mächtig spät dran. Das liegt aber auch daran, dass ich gerade im Hintergrund daran arbeite, hier alle meine Interessen zusammenzuführen und unter einen Hut zu bekommen – ihr dürft gespannt sein, was ich demnächst hier präsentiere – eine Seite ist schon hinzugekommen, unter Galerie findet ihr ab jetzt Arbeiten von mir.

Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen, eine Liste mit Ideen für das Litha- Fest mit Kindern zu teilen – auf Grund der Kürze der Zeit in der Last- Minute Version. Auf geht’s:

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1. Betrachtet gemeinsam den Sonnenauf-/ untergang

Klingt einfach – aber mal Hand aufs Herz, wann habt ihr zum letzten Mal mit euren Kindern bewusst den Sonnenauf- oder Untergang beobachtet und in dabei wirklich genossen? Meist sitzen wir abends im Garten, auch während des Sonnenuntergangs, aber sind dabei in Gespräche vertieft und bekommen den wunderschönen Anblick nur am Rande mit. Den Sonnenuntergang mal ganz bewusst zu erleben und sich auf ihn zu fokussieren, ist eine tolle Achtsamkeitsübung für uns alle – auch die Jüngsten sind heute ja schon ständig abgelenkt. Versucht es mal.

2. Kocht zusammen

Klingt auch banal – aber in meinem Litha– Beitrag hatte ich ja über Rezepte mit Gänseblümchen geschrieben. Kocht mal mit den Kindern zusammen – und das mit saisonalen und regionalen Zutaten. Ihr könnt das auch mit einem Einkauf auf dem Markt oder im regionalen Hofladen verbinden. Meine Kids wünschen sich zu jeder Jahreszeit Pizza – und oft machen wir die dann natürlich auch zu Familien-Filmabenden auf der Couch. Aber mal etwas kochen, was kein typisches Kindergericht ist, hilft unheimlich dabei, die Gaben der Natur wertschätzen zu lernen – und auf einmal mögen die Kinder auch Dinge, die vorher „Bäh“ waren. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht.

3. Tanzt und singt, um den Sommer zu begrüßen

Am Besten draußen im Garten – wie, dass geht nicht, weil die Nachbarn gucken? Schon komisch, welche Dinge wir uns selbst untersagen, weil wir fürchten, was andere denken. Eure Kinder freuen sich bestimmt, wenn ihr mit ihnen durch das Gras tanzt.

Ist Euch zu peinlich? Wie wäre es mit einem Bewegungslied? Zu „Geh aus mein Herz und suche Freud“ gibt es hier ein Bewegungslied, das eigentlich für Senioren mit Demenz gedacht ist. Ich denke, es funktioniert aber genau so gut, um dem inneren Kind mal wieder Ausgang zu gewähren. Vielleicht mögen die Groß- oder Urgroßeltern oder älteren Nachbarn gern mitmachen – dann haben alle Freude daran.

Wer ein Instrument spielen kann (ich spiele zum Beispiel Ukulele) kann auch den Kindern die Bewegungen zeigen und die Kinder beim Singen und Tanzen begleiten. Die Akkorde für die erste Strophe gehen wie folgt:

Erste Strophe „Geh aus mein Herz und suche Freud“, Paul Gerhardt (1607-1676)

4. Flechtet Blumenkränze für die Haare

Das haben wir doch als Kinder alle gern gemacht – wer nicht mehr weiß, wie es geht, findet hier eine Anleitung:

Gänseblümchenkranz für die Haare flechten

5. Zündet Kerzen in Windlichtern an

Wie in meinem Litha– Beitrag beschrieben feiern wir Litha ja eigentlich mit einem großen Feuer. Wenn ihr kein Sommersonnenwendefeuer oder Johannesfeuer in der Nähe habt, könnt ihr Kerzen entzünden. Entweder in Windlichtern auf dem Balkon. Oder vielleicht habt ihr ja auch eine kleine Feuerschale – dann macht selbst ein kleines Feuer.

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Ich wünsche Euch ein gesegnetes Litha, eine schöne Sommersonnenwende oder einen frohen Johannestag – was auch immer ihr feiert, macht euch eine gute Zeit. Be blessed, Keya

P.S. Kennt ihr schon meinen Newsletter? Nächste Woche ist nicht nur Litha, sondern auch Vollmond und ich verschicke wieder meine Monats- Tarot Legung für den kommenden Zyklus – tragt euch gern kostenlos ein:

Litha – die Sommersonnenwende

Litha (gesprochen Litta), wie die Sommersonnenwende vor allem bei den Wicca auch genannt wird, ist auch unter den Namen Mittsommer, Alban Heruin (Licht der Küste) oder Meán Samhraidh (Mitte des Sommers) bekannt. Es markiert im Jahreskreis den Gegenpol zum Julfest, der Wintersonnenwende. Die meisten werden das Fest gleich mit Freudenfeuern, die entzündet werden, in Verbindung bringen – und so stehen wohl auch die Johannesfeuer zur Geburt Johannes des Täufers in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni mit dieser Tradition in Verbindung.

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Das Datum der Sonnenwende ist der 20. oder 21. Juni, kalendarisch markiert dieser Zeitpunkt den Beginn des Sommers. Die Sonne hat zu diesem Tag ihre volle Kraft erreicht, ab diesem Zeitpunkt werden die Tage dann wieder kürzer. Daher ist ein Thema für diesen Tag der Abstieg, der in der Mythologie in verschiedenen Geschichten thematisiert wird, z.B. Persephones jährliche Reise in die Unterwelt; Isis, die ihren Gemahl Osiris aus der Unterwelt rettet oder Baldurs Abstieg von Asgard zu den unteren Welten.

Den Abstieg kann man auch als Innenschau betrachten, bei der wir unser inneres Selbst klar erkennen und feststellen, was wir verändern müssen, um spirituell zu wachsen.

Litha ist als Sonnenfest natürlich das Hauptfest des Gottes in der Wicca Tradition. Wichtige Ritualthemen für diesen Tag sind Liebe, Ehe und Divination. Daher werden an diesem Tag Freudenfeuer zu Ehren der Sonne entzündet. Früher wurden Räder aus brennbaren Materialien entzündet. Darüber hinaus glaubte man, dass in der Nacht gesammelter Morgentau Gesundheit und beständiges Glück bringen sollte – wer also mag, kann traditionell den Morgentau an diesem Tag sammeln, weihen und als Wasser im Ritual verwenden. Ebenso sollen Birkenzweige über der Tür Haus und Hof schützen.

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Zur Divination könnt ihr Folgendes probieren – pulverisiert eine Mixtur aus Scharfgarbe, Eisenkraut, Farn und Johanneskraut und verbrennt diese im Feuer oder verräuchert sie. Aus Länge, Breite und Farbe der Flammen wurde angeblich in früheren Zeiten an diesem Tag die Zukunft vorausgesagt. Auch wenn ich nicht an eine festgeschriebene, vorhersagbare Zukunft glaube, finde ich es eine schöne Tradition, die man auch im Familienkreis spaßig versuchen kann – ähnlich wie Bleigießen an Silvester.

Zur Räucherung eignen sich aber an Litha auch besonders Zitrone, Myrrhe, Pinie, Rose und Blauregen. Wenn ihr Dekorationen auswählt gehen neben Sommerblumen Kerzen, Bänder und Servietten in grün und blau sehr gut. Als Edelsteine zur energetischen Unterstützung empfehlen sich Smaragd und Jade. Bei den Speisen könnt ihr frisches, saisonales und vor allem regionales Obst und Gemüse aber auch Pumpernickel auftischen.

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In Schweden heißt es übrigens, dass in der Mittsommernacht besonders viele Naturgeister wie Feen, Elfen und Trolle unterwegs sind und die Nacht dadurch besonders von Magie erfüllt ist. Wenn unverheiratete Mädchen am Vorabend zur Mittsommernacht Wildblumen pflücken und diese in der Nacht unter ihr Kopfkissen legen, so träumen sie von ihrem zukünftigen Ehemann, so heißt es – allerdings funktioniert dies nur, wenn sie über den Traum Stillschweigen bewahren, so heißt es.

Ich kann das leider nicht mehr für Euch testen, hätte aber einige Rezepte mit Gänseblümchen für Euch – Gänseblümchen sind tatsächlich essbar und meist auch auffindbar, wenn Ihr nicht in Nähe eines Waldes wohnt. Außerdem erkennen auch Laien Gänseblümchen meist sicher.

Gänseblümchensuppe

  • 2 Handvoll Gänseblümchen
  • 2 EL Rapsöl
  • 1l Gemüsebrühe
  • 1 Scheibe Roggenbrot
  • Gänseblümchen zum Garnieren

Die Gänseblümchen in einem EL Öl andünsten. Das Brot in einem EL Öl anrösten. Die Gemüsebrühe aufkochen, in Teller füllen und angedünstete Gänseblümchen und Brot hinzugeben. Mit Gänseblümchen garniert servieren. Für eine gehaltvollere Variante könnt ihr auch nach dem Aufkochen der Brühe 7-8 EL vegane Crème fraîche in die Gemüsebrühe hinzugeben – danach nur nicht mehr zum kochen bringen, sondern nur erwärmen, damit die Crème fraîche nicht ausflockt.

„Frischkäse/ Quark“ mit Gänseblümchen

  • 250g vegane Frischkäsealternative (was ihr mögt, entweder selbstgemacht aus Cashews, über Nacht abgetropften, ungesüßten Sojajoghurt oder einen fertigen veganen Frischkäse in Natur)
  • 1 kleine Schalotte
  • 1,5-2 TL Olivenöl
  • 10g Pastinaken- oder Brennnesselblätter
  • 15g Gänseblümchenblätter
  • 1 kleines Sauerampferblatt
  • 6 Gänseblümchenblüten
  • Salz/Pfeffer nach Geschmack

Die Schalotte fein hacken und mit Quark und Öl mischen und würzen. Die Blätter fein hacken und unter die Mischung geben, mit Gänseblümchen garnieren und servieren.

Zum Eingangs erwähnte Johannestag gibt es den Volksglauben, dass ein an diesem Tag um die Mittagszeit gepflücktes Gänseblümchen, welches man trocknet und im folgenden Jahr bei sich trägt, dafür sorgt, dass einem keine wichtige Arbeit schief ginge – daher finde ich Gänseblümchenrezepte eine sehr passende Korrespondenz zum Mittsommerfest.

Nun seid Ihr dran – welche Bräuche gibt es bei Euch in der Region zum Mittsommerfest? Werden bei Euch Johannesfeuer entzündet? Bei uns in der Gegend leider nicht, wobei es nur 100 km weiter im Harz solche Traditionen gibt. Kennt Ihr andere Traditionen aus anderen Ländern – gerade in den skandinavischen Ländern gibt es hier ja vielfältige Traditionen (und ich meine nicht Midsommar beim Möbelschweden ;)) – vielleicht hat von Euch ja schon jemand in Persona mitgefeiert und mag davon in den Kommentaren berichten. Ich freue mich darauf.

Be blessed, Keya

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Magie – das Salz in der Suppe des Lebens

„Hast Du gesehen, was Sabrina da um den Hals trägt“ – ich habe auf meiner Hochzeit wohl gehört, was der Mann meiner besten Freundin ihr zugeflüstert hat. Gemeint war meine Pentagramm- Kette, die ich mit 24 eigentlich gar nicht abgelegt habe. „Ja, natürlich, dass ist das Zeichen der Göttin, nicht das was Du denkst“ höre ich meine Freundin zurück zischen – sichtlich genervt, weil sie im Gegensatz zu ihrem Mann bemerkt hat, dass ich die beiden höre.

Das Pentagramm ist natürlich soviel mehr als das, aber auf meiner Hochzeit hatte ich nicht so ganz viel Zeit, mich darüber zu unterhalten und auch hier führt das zu weit. Denn ich möchte eigentlich über Magie schreiben – und wieso ich daran „glaube“ und Magie praktiziere. Denn – und deswegen habe ich mit der Geschichte begonnen – aus dem Alltag kennen mich die meisten Menschen als den rationalsten Menschen, den sie kennen. Ich arbeite irgendwas mit Datenbanken und Programmieren, bin gut in Mathe und auf vielen Gebieten ein Klugscheißer. Und irgendwie kriegen viele Menschen das nicht überein mit meinem spirituellen Weg.

Bei Magie denken viele bestimmt erst einmal an Harry Potter und ganz viel Special Effects. Also etwas, dass im Film vorkommt, damit er nicht so langweilig ist wie die Realität – wo es eben scheinbar keine Magie gibt. Aber gibt es das wirklich nicht? Klar, da gibt es viele in der Esoterik- Szene, die sagen, dass es Magie gibt und das ganze so darstellen, als wenn es entgegen den Naturgesetzen, die wissenschaftlich bewiesen werden können, steht. Das würde ich dann aber zum Beispiel als Wunder bezeichnen.

Dann denken einige vielleicht an Magier, die Kartentricks aufführen und vermeintlich junge Damen in der Mitte durchsägen. Das Illusionisten sich als Magier bezeichnen bzw. das, was sie da tun als Magie bezeichnet wird, nervt mich ein wenig. Deswegen mag ich, dass Wicca im Englischen zwischen Magic und Magick unterscheiden (letzteres ist das, was Hexen bzw. Wicca wirken). So was hätte ich im Deutschen auch gern – oder gibt es das schon, dann schreibt mir das Wort gern in die Kommentare.

Der Magier - The Magician - Rider Waite Smith
Der Magier aus dem klassischen Rider Waite Smith Tarot

Was ist denn nun Magie? Ich finde es hilfreich, sich dazu einmal die Karte „Der Magier“ aus dem Tarot anzusehen.* Auf dieser ist der Magier in roter Robe zu sehen, er hält den Zauberstab in die Höhe und zeigt mit der anderen Hand zum Boden, er bildet gleichsam eine Verbindung von oben nach unten. Vor ihm auf dem Tisch liegen die vier Elemente, die er benötigt, um etwas zu schaffen: die Münze für das materielle, der Kelch als Symbol für die Emotionen und das Unterbewusstsein, das Schwert für die messerscharfen Gedanken und den Stab als Impuls bzw. den Funken, den es braucht, um zu beginnen. Der Magier versucht, seine Welt zu formen und zu verändern, in dem er seine Gedanken in der realen Welt manifestieren möchte. Dafür nutzt er – Magie.

Ja, aber so funktioniert es ja in Wirklichkeit nicht, wird jetzt der ein oder andere von Euch sagen. Niemand hat behauptet, dass es einfach sein wird (außer vielleicht die Harry Potter Filme, in denen Geschirr mittels Magie gespült wird). Jedoch möchte ich zu bedenken geben – in vielen Coachings zur Persönlichkeitsentwicklung wird „die Gedanken manifestieren“ als Endziel des Coachings beschrieben. Und dass auch in nicht esoterisch oder spirituell angehauchten Seminaren. Es geht darum, die Beste Form seines Selbst zu werden – und dafür muss man es erst einmal selbst glauben bzw. vor dem inneren Auge sehen – erst dann kann man es in die Tat umsetzen. Gar kein Fauler Zauber – unser Geist funktioniert einfach so.

Irgendwann habe ich mal den Satz „Magie praktizieren ist wie eine konzentrierte Form des Gebetes“ gelesen – das finde ich sehr treffend. Manche Menschen beten, um etwas in ihr Leben zu ziehen. Hexen praktizieren dafür vielleicht Magie, wieder andere schreiben eine ToDo- Liste oder fassen gute Vorsätze und handeln dann danach. Magie ist eine Kraft, eine Energie – von Gedankenkraft, die Deinen Finger zum Lichtschalter bewegt bis hin zur tatsächlichen Energie in Form von Strom, der dann in durch die Leitung zur Leuchte fließt. In Teilen können wir das mit unseren Naturwissenschaften erklären – Teile vielleicht auch noch nicht. In dem Fall können wir die Wirkung dann auch nicht voraussagen. Aber Magie und Wissenschaft stehen nicht zwangsläufig im Widerspruch zueinander.

Ganz romantisiert kann man es vielleicht wie in einem anderen Film ausdrücken – Magie umgibt uns wie die Macht in Star Wars – aber wenn ihre Wirkungsweisen real im Film wiedergegeben worden wären, dann hätten die Filme alle Überlänge. Eine sehr schöne Darstellung von Magie findet sich übrigens in der Serie „The Good Witch“ – es geht in der Serie um eine Frau, die sich selbst nie als Hexe bezeichnet, aber irgendwie immer Vertrauen in die Magie hat und daher immer für alles und jeden eine Lösung findet – auch wenn die manchmal nur im Warten auf den richtigen Zeitpunkt besteht. Im Laufe der Serie heiratet sie dann den Allgemeinmediziner, der neu in die Stadt gekommen ist – und im Laufe der Serie wird sehr schön deutlich, dass Wissenschaft und alternative Methoden sich eigentlich ergänzen und nicht in Konkurrenz stehen.

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Einen weiteren, sehr schönen Beitrag zum Thema Magie hat Die Kleinstadthexe geschrieben – schaut mal vorbei. Und wo wir gerade schon über die Karte „Der Magier“ gesprochen haben – bist Du Dir Deiner Schöpferkraft bewusst? Glaubst Du, dass Du mit der Kraft Deiner Gedanken Dein Leben nach Deinen Wünschen verändern kannst? Schreib mir die Antwort gern in die Kommentare – ich bin sehr gespannt.

Be blessed, Keya

*Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Königfurt-Urania Verlags, © Königsfurt-Urania Verlag, www.koenigsfurt-urania.com

Was treibe ich so in den Rauhnächten

Ich bin ein wenig abgetaucht, bitte entschuldigt mich. Eigentlich wollte ich ja noch einen Artikel über die Rauhnächte schreiben, dann hat mich aber Weihnachten und Silvester überrollt. Denn seid meine Oma nicht mehr da ist, sitzt die Familie bei mir an der Tafel, was ich ganz wunderbar finde.

Ich habe mir ein Rauhnachtskarten Set organisiert. Das fand ich wirklich sehr, sehr schön- allerdings habe ich durch den Lockdown wenige der Zutaten da. Also, eine Alraunewurzel gibt es nun wirklich nicht in jedem Supermarkt. Daher arbeite ich ein wenig anders mit dem Deck.

Die Arbeit, die durch das Kartenset inspiriert ist, werde ich dann nächstes Jahr hier genauer vorstellen. Ich sammle gerade erstmal die Inspirationen und schaue, wohin es mich treibt- die richtige Ausarbeitung erfolgt dann nach den Rauhnächten.

Ansonsten habe ich begonnen, noch intensiver mit meinem liebsten Tarot Deck zu arbeiten. Ich habe mir für meine Tarot- und Orakeldecks einen Ordner angelegt, in dem ich für die Decks allgemein sowie für jede Karte eine Seite mit Informationen sammeln kann. Im neuen Jahr wird daraus bestimmt hier eine Serie, wie man mit einem neuen Deck arbeiten kann, um eine tiefe Verbindung zum Deck zu bekommen.

Und natürlich ziehe ich jede Rauhnacht Karten. Dafür nutze ich mein Tarot – welche Einflüsse und welchen Grundcharakter wird der Monat (Anmerkung: jede der Rauhnacht steht für einen Monat des kommenden Jahres, die erste für Januar, die zweite für Februar usw.) haben. Was wird wichtig/ in den Vordergrund treten. Zusätzlich ziehe ich eine Karte aus meinem Isis Orakel. Das ist ein ganz tolles Deck zur Selbstreflexion. Jede Karte bringt Intentionen mit, wie man mehr zu sich selbst finden kann und bringt eine passende Meditation oder Übung mit. Daraus schreibe ich mir sozusagen mein „Self- Care“- Programm für die kommenden 12 Monate zusammen.

Würde es Euch interessieren, wenn ich meine Ergebnisse nach der letzen Rauhnacht hier verblogge und wir am Jahresende mal gemeinsam gucken, was war – und wie es mir so mit den Vorschlägen der Isiskarten ging?

Schreibt mir auch sehr gern, was Ihr vielleicht noch gern hier lesen möchtet. Soll ich die angesprochen Decks einmal vorstellen und rezensieren?

Ich wünsche Euch jetzt erst einmal einen guten Rutsch in ein tolles Jahr 2021. Bei genauerer Reflexion war 2020 nur unbequem, aber brachte doch überraschend viel Gutes. Man musste nur genauer hinsehen und negative Gedanken, die einem zum Teil auch eingepflanzt wurden, erst einmal bei Seite schieben. Be blessed, Keya

Jul- Rituale mit Kindern

Mich hat dieses Jahr ja komplett durcheinander gebracht. Erst habe ich mich geärgert, dass Jul nicht in meinem magischen Kalender steht – um dann zu bemerken, dass ich es einfach mal für den 21.11. eingetragen hatte. Dann habe ich gestern, am 19.12. meinen Altar fertig dekoriert (ohne ein passendes Altardeckchen, denn das habe ich noch nicht fertig stellen können) und alles für mein Ritual bereit gestellt. Da ich kein eigenes Zimmer habe, steht mein Altar nämlich im Wohnzimmer und wenn die Jahreskreisfeste auf ein Wochenende fallen, dann stehe ich ganz früh auf, um ein wenig Zeit für mein Ritual zu haben – wenn meine 3 Langschläfer dann wach werden, kommt der Familienteil des Festes.

Ein Blick auf den Kalender ließ mich dann stutzig werden – da war ich doch glatt einen Tag zu früh dran. Und ich habe mich schon geärgert, dass ich nicht so viel zum Fest schreiben konnte dieses Jahr – gut, für die kommenden Jahre sollen ja auch noch Themen bleiben, aber gut. Wenigstens habe ich dann heute noch Zeit für diesen Beitrag. Und ein Rezept für einen Last- Minute- Braten.

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Über die Bedeutung und die Herkunft des Julfest habe ich hier schon geschrieben. Viele Bräuche können daher von den bekannten Weihnachtsbräuchen übernommen werden – denn die Feste sind von der Bedeutung her sehr ähnlich bzw. vermutlich wurde Weihnachten auf diesen Termin gelegt, um dem christlichen Glauben eine Akzeptanz bei den heidnischen Völkern zu verschaffen. Es geht also um die Wiederkehr/ Wiedergeburt des Lichts in der Dunkelheit sowie Schutz und Segen für die Familie. Mit Ritualen meine ich kleine Aktivitäten mit Kindern, die den Sinn und die Bedeutung des Festes den kleinsten näher bringen – bewusst ist kein komplettes Ritual im magischen Sinne gemeint, wer will, kann die Aktivitäten aber natürlich in ein magisches Ritual einbinden. Ebenso lassen sich diese Aktivitäten natürlich auch für das Weihnachtsfest nutzen – wer sich angesprochen fühlt, darf es probieren, ganz unabhängig von persönlichen Glaubensvorstellungen. Gerade in diesem Jahr wird das Weihnachtsfest für so viele von uns so anders, vielleicht hilft Euch die ein oder andere Idee, das Fest trotz der Einschränkungen schön zu gestalten.

1. Weihnachts-/ Julkarten schreiben (und magisch aufladen)

Setzt Euch hin, schreibt von Hand Weihnachtskarten (oder Julkarten, wenn Eure Lieben auch pagane Feste feiern, ich versende Weihnachtskarten) an Verwandte, Freunde und Bekannte. Gern könnt Ihr auch Blanko- Karten im Bastelbedarf verwenden und diese von Euren Kindern gestalten lassen. Ältere Kinder können auch schon die ein oder andere Karte selbst schreiben. Bemalt, beklebt den Umschlag, wie Ihr möchtet – macht anderen eine Freude mit einer schön dekorierten Weihnachtskarte. Ich persönlich versiegele Weihnachtspost z.B. immer noch mit Siegelwachs. Allein sich einmal bewusst die Zeit dazu nehmen, Wünsche von Hand zu Papier zu bringen, hat in den heutigen Zeiten schon etwas Magisches. Überlegt Euch beim Schreiben der Karte, welche Wünsche Ihr der Person mit senden wollt. Sprecht auch mit Euren Kindern, was sich diese für die Person wünschen – für den Onkel, der in diesem Jahr vielleicht leider seinen Job verloren hat, kann das z.B. der Wunsch nach einem neuen Job sein. Ihr werdet erstaunt sein, wie feinfühlig Kinder dafür sind, was wir Erwachsenen tatsächlich brauchen. Wenn Euch das Folgende zu esoterisch ist, schickt die Karten so ab.

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Ansonsten könnt Ihr die Karten vor dem Versenden mit guten Wünschen wie Gesundheit, Erfolg oder Liebe aufladen. Das könnt ihr auf verschiedene Arten machen. Haltet die Karten in der Hand oder, wenn Ihr alle gleichzeitig mitmachen wollt, haltet Eure Hände über die Karte. Fokussiert Eure Gedanken auf die Wünsche und visualisiert, wie diese Wünsche auf die Karte übergehen. Das macht Ihr so lange, bis Ihr das Gefühl habt, die Karten sind aufgeladen – dass kann sich z.B. durch ein warmes oder kribbelndes Gefühl in der Handfläche zeigen. Ihr könnt auch ein Räucherstäbchen anzünden und die Karte in den Rauch halten (Achtung, nicht zu nah am Stäbchen, sonst habt Ihr Ruß- Schlieren auf dem Umschlag) und Euch dabei vorstellen, wie Eure Wünsche auf die Karte übergehen. Das ganze funktioniert übrigens auch mit Geschenken, die Ihr an Weihnachten verschenken wollt.

2. Schmuck für den Weihnachts-/ Julbaum basteln oder backen

Ein Teil meiner Familie kommt aus Hannover, dort gab es vor dem zweiten Weltkrieg die Tradition der sogenannten Hitje-Puppen – diese werden aus einem weichen, weißen Pfefferkuchenteig hergestellt und sind nach der Verarbeitung unverderblich, so dass sie über Generationen als Baumschmuck dienen können. Heute werden sie nur noch von der Bäckerei Bochers in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Obwohl ich den hannoverschen Teil meines Stammbaums bis 1870 zurückverfolgen kann, habe ich erst letztes Jahr von dieser Tradition erfahren.

Aus meiner Kindheit kenne ich aber auch noch selbstgemachten Baumschmuck, z.B. Stroh- oder Papiersterne oder Puppen. Und natürlich kennt man von Weihnachtsmärkten die Lebkuchenherzen, die ähnlich wie die Hitjepuppen quasi unverderblich sind. In meiner Kindheit haben sich die Kinder meines Dorfes tatsächlich auch getroffen, um Lebkuchenmänner als Baumschmuck zu backen. Allerdings war Verderben meist nicht das Problem bei diesen Lebkuchenmännern – am Ende der Weihnachtszeit durften sie beim „Baum plündern“ natürlich gegessen werden. Neben meinem Elternhaus wohnte ein alte Dame, ein Urgestein unserer Region, die ihren Baum tatsächlich nur mit diesen selbstgemachten Dingen, Äpfeln und Kerzen schmückte – beim Plündern durfte ich dann immer dabei sein und mitnehmen, soviel in meine Taschen passte.

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Wenn Ihr haltbaren Familienschmuck zum Vererben herstellen möchtet, dann kann ich Euch zu einer anderen Variante raten – Salzteig. Für einen einfachen Salzteig 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Wasser und eine Tasse Salz vermengen. Der Teig sollte nach dem Kneten nicht kleben, ggf. noch etwas Mehl hinzufügen. Nun könnt Ihr den Teig ausrollen und mit Ausstechformen Schmuck herstellen oder mit dem Teig modellieren. Wenn der Teig zum Modellieren geschmeidiger sein soll, kann man bis zu 2 EL Öl zur oben genannten Mischung hinzugefügt werden. Mit Lebensmittelfarbe oder aber Gewürzen wie Kurkuma könnt Ihr den Teig auch vorher einfärben.

Löcher für die Aufhängung solltet Ihr vorher durch den Schmuck bohren, hinterher geht das nicht mehr ohne das Kunstwerk zu zerstören. Energiesparend ist es, wenn Ihr Euren Schmuck an einem warmen Ort lufttrocknen lasst. Soll es schneller gehen, könnt ihr den Teig im Backofen trocknen – die ersten 30 Minuten 60° Grad, weitere 30 Minuten bei 100° und weitere 2 Stunden bei 120° Celsius. Achtung – Salzteig mag keine große Hitze. Fertig ist das Ganze, wenn die Mitte der Unterseite auch trocken ist. Nach dem Trocknen kann Salzteig auch noch bemalt werden. Auf jeden Fall solltet Ihr am Ende eine Schicht Klarlack auftragen – denn sonst würde der Teig auf Dauer Feuchtigkeit aus der Luft ziehen, was der Haltbarkeit nicht zuträglich ist.

Typische Formen für Julschmuck sind übrigens Rentiere/ Rehe (ihr Geweih ist Symbol für den gehörnten Gott in den paganen Religionen) oder runde Formen, da Jul ja Rad bedeutet und die Wiedergeburt und einen neuen Zyklus ankündigt.

3. Baut ein Lebkuchenhaus mit Euren Kindern

Ihr habt Baumschmuck und wollt keinen Salzteig oder Papiersterne am Baum – aber was anderes als das normale Weihnachtsplätzchen backen veranstalten? Dann baut ein Lebkuchenhaus. Meine Patentante, die eine Kräuterhexe ist, hat jedes Jahr ein Hexenhaus für ihre beiden Töchter und eins für mich gemacht. Wir Kinder durften es dann nach Herzenslust mit Süßkram verzieren. Genascht haben wir dann wirklich sehr dosiert über die Weihnachtstage – denn im Gegensatz zum Weihnachtsteller ist der Verzehr eines solchen Hauses mit „Arbeit“ verbunden.

Und wenn Ihr (so wie ich meistens) so richtig viel um die Ohren habt in der Weihnachtszeit – die Häuser gibt es schon als Fertigbausatz (sozusagen ein Fertig-Hexenhaus). Meine Jungs fanden Häuser nicht so spannend, daher hatten wir im letzten Jahr eine Eisenbahn.

Unsere Lebkucheneisenbahn

4. Wintervogelfutter herstellen

Wir feiern die Jahreskreisfeste, um uns mit der Natur um uns herum wieder zu verbinden. Jul ist das Fest des Gebens, aber dies sollte man nicht nur auf seine eigene Familie beziehen. Während unserer magischen Rituale opfern wir den Göttern und Naturgeistern – mit Kindern kann man dies ganz praktisch tun, indem man Vogelfutter selbst herstellt. Fertiges Fettfutter ist meist nicht wirklich ausgewogen.

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Wildvögel kann man übrigens das ganze Jahr über füttern – natürlich hört man hier und da Meinungen, dass man dies nicht tun sollte, aber durch den Wandel in der Landwirtschaft finden die meisten körnerfressenden Arten oft das ganze Jahr über nicht mehr genug Nahrung. Besonders im Winter sollte man aber füttern, so man die Möglichkeit dazu hat. Achtung – gerade auf dem Balkon einer Mietwohnung ist es manchmal nicht erwünscht, dass Vögel gefüttert werden.

Eine Anleitung für Vogelfutter findet Ihr beim NABU, dort findet Ihr auch Tipps, welche Körner und Zutaten sich eignen – vielleicht könnt Ihr das Futter individuell auf die Vögel, die in Eurer Region heimisch sind, abstimmen. Ebenso findet Ihr da auch Anleitungen zur Einrichtung einer Futterstelle.

Mit dieser Aktivität gebt Ihr nicht nur der Natur etwas zurück, Ihr könnt auch den Winter über gemeinsam mit Euren Kindern die Vögel beobachten.

5. Ein Jul- Block gestalten

Der Julblock ist ein Brauch aus vorchristlicher Zeit, der in einigen Regionen sogar als Christklotz im christlichen Glauben verbreitet ist. Dies war ein großer Scheit aus Eichen- oder Eschenholz, der am Julfest bzw. später am Heiligen Abend im Kamin verbrannt wurde und nach Möglichkeit mindestens 12 Stunden brennen sollte. An diesem Feuer wurden alle Lichter der Hauses neu entzündet, als Symbol der Rückkehr des Lichtes. Es sollte Segen bringen, wenn der Klotz oder zumindest das Feuer für die folgenden 12 Rauhnächte am Brennen gehalten wurde. Die Asche wurde hinterher auf den Feldern verteilt und ins Tierfutter gemischt.

Nun hat nicht jeder das Glück, einen Kamin sein eigen zu nennen und viele moderen Kaminöfen würden einen so großen Scheit gar nicht fassen. Daher könnt Ihr die Tradition abwandeln, in dem Ihr einen dekorativen Holzscheit mit Kerzenhaltern bestückt und Ihn mit immergrünen Zweigen und Naturmaterialien schmückt. Diese könnt Ihr mit Euren Kindern auch selbst im Garten oder Wald sammeln, wie z.B. Tannenzapfen. So habt ihr eine tolle pagane Tischdeko – wenn Ihr 4 Kerzen nutzt, könnt Ihr das ganze auch als Adventskranz nutzen.

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Beim Recherchieren bin ich übrigens auf eine andere, sehr kreative Variante gestoßen – Ihr könnt auch einen Kuchen in Stammform backen und mit Kerzen schmücken – wenn Ihr vielleicht noch einen Geburtstag in dieser Zeit habt, wäre das doch ein tolles Crossover.

6. Musiziert oder lest Geschichten vor

Singt und musiziert mit Euren Kindern. Es geht in erster Linie ums Gefühl und das Zusammensingen, nicht um die richtigen Töne (ist ja kein Casting) – versucht es einfach. Wenn ihr kein Instrument spielt, wie wäre es mit Instrumenten, die man intuitiv spielen kann, wie eine Handpan oder eine Kalimba?

Wenn das nichts ist, lest Geschichten vor – passend zum Jul wäre beispielsweise “Frau Holle” (die Göttin Holle diente wohl als Vorlage für die Figur der Frau Holle). Ansonsten gibt es vielleicht Sagen/ Legenden aus Eurer Region, die man kuscheligen Stunden gemeinsam entdecken kann. Ein etwas weihnachtlicherer Vorschlag wären die Geschichten aus „Wirklich wahre Weihnachtsgeschichten“ von Margret Rettich. In den Geschichten geht es um die zwischenmenschlichen Dinge rund um die Feiertage- mal lustig, mal traurig und mal nachdenklich.

Erzählt mal, was Ihr feiert und wie Ihr feiert? Was macht Ihr mit Euren Kindern – oder was habt Ihr als Kinder gern gemacht. Hattet Ihr früher eine Aktivität, die zu dieser Zeit gehörte? Bleibt bitte gesund und macht Euch eine schöne Zeit, trotz aller widrigen Umstände. Be blessed, Keya

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