Ein Blog über Magie, Nachhaltigkeit, Tarot und Kunst

Schlagwort: Coaching mit Orakelkarten

Tarot – glaubst Du daran?

„Glauben kannst Du in der Kirche“ – hätte mein Mathelehrer jetzt gesagt. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich hier nicht über irgend einen Glauben lustig machen möchte (ich selbst habe ja meinen ganz eigenen Glauben, wie ihr hier lesen könnt). Das Tarot an sich ist aber nichts, woran man glauben kann – allerdings glauben viele Menschen Dinge über das Tarot, so dass mir dann die oben genannte Frage gestellt wird.

Laut Duden kann man der Tarot und das Tarot nennen – tatsächlich nutze ich beide Artikel. Heute schreibe ich über Tarot im Allgemeinen, daher hört sich das Tarot richtig an. Spreche ich von einem konkreten Tarotdeck sage ich meistens „Der xx- Tarot“, z.B. der Crowley Tarot.

Was genau ist Tarot

Tarot ist ein Kartenspiel mit 78 Karten. Es gehört zu der Gruppe der Tarockspiele, deren Urform irgendwann um 1425. Tarockspiele bestehen aus Farbkarte (vergleichbar mit Karo, Herz, Kreuz und Pik im Skatspiel) und sogenannten Trumpfkarten. Je nach Spiel und Epoche variiert die Anzahl der Karten der Spiele sehr stark. Das klassische Tarot hat aber 78 Karten – manche Künstler fügen aber 2 Zusatzkarten hinzu (ok, manche auch mehr). Das liegt daran, dass auf den letzten Druckbogen 2 Karten mehr passen würden – so gestalten manche Künstler eben weitere Karten, bei anderen Decks wird daraus ein Deckblatt und etwas anderes.

Den Karten und vor allem den Trümpfen des Tarot wurden mit der Zeit spirituelle Bedeutungen beigemessen. Die Trümpfe im Tarot nennt man übrigens Große Arkana, die Farbkarten Kleine Arkana. Tatsächlich beschreiben die Karten der Großen Arkana eine „Reise der Erkenntnis“, die nunmal jede*r durchläuft. Sie kann als Sinnbild für das gesamte Leben gesehen werden – wer aber schon ein bisschen erfahrener ist weiß, irgendwie verläuft das Leben in Zyklen und manchmal steht man wieder am Anfang – ist aber nicht mehr derselbe Mensch wie zuvor. Die Große Arkana ist auch Sinnbild für diese Zyklen und die Weiterentwicklung, die durch sie stattfindet.

Die Kleine Arkana besteht aus 56 Hofkarten, im Tarot sind das meist Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen. Jede Reihe besteht aus 10 Zahlenkarten (Ass bis 10) und 4 Hofkarten (Page, Ritter, Königin und König). Jede Farbe ist dabei einem Thema zugeteilt – Stäbe beschreiben unsere Leidenschaft, den Tatendrang und den Impuls, Dinge anzupacken. Die Kelche stehen für Emotionen, Gefühle oder aber auch das Unterbewusstsein. Schwerte symbolisieren den Verstand und die Worte – beides zweischneidig und potentiell verletzend wie ein Schwert. Und die Münzen stehen zu guter Letzt natürlich für Geld und alle materiellen Bedürfnisse. Die Kleine Arkana zeigt eher die alltäglichen Probleme.

Tarot wird zum Wahrsagen benutzt

Nein, auch wenn Wikipedia das schreibt. Obwohl das viele so versuchen und es ganze Fernsehkanäle gibt, die diesen Glauben nutzen. Es geht nicht um Wahrsagen sondern um Wahrheitsfindung- ein himmelweiter Unterschied.

Das jedoch jahrhundertelang bis heute der Eindruck vermittelt wurde, es gäbe ein unveränderliches Schicksal für jeden Menschen und mit den Karten könnte es voraussagt werden, erklärt sich die Frage nach dem Glauben – eigentlich müsste die Frage heißen, glaubst Du an unveränderliches Schicksal. Nein, glaube ich nicht. Für mich ist Schicksal eine Art Zufallsgenerator – eigentlich wollte man was ganz anderes und am Ende lacht man darüber und sagt „Das war Schicksal“.

Ein Beispiel- ich war schon einmal verheiratet und stand nach der Trennung auf der Straße, als Studentin mit wenig Geld. Also habe ich eine WG Gründen wollen und mich mit dem Bewerber getroffen – am Ende bin ich jetzt wieder verheiratet und wir brauchten nur ein Bett in der WG. So kann es gehen, dass hätte aber im Leben niemand vorhersagen können. Hätte ich mich anders entschieden und wäre in ein Wohnheim gezogen – ich hätte diesen Menschen nie getroffen.

Wenn nicht Wahrsagerei – was denn dann?

Da Tarot wie oben beschrieben eine Systematik und Symbolik zu Grunde liegt, die ganz allgemein Phasen, Zyklen und Lebensabschnitte, die ein jeder von uns kennt, beschreibt, funktioniert es eben sehr gut, die Intuition mit den Karten zu schulen. Jede Karte hat wirklich eine ganz vielschichtige Bedeutung und bei der Fülle an Tarotdecks wird jede*r ein Deck finden, bei der die Bilder ihm*ihr sofort Geschichten erzählen.

An Hand der Karte kann dann reflektiert werden: Zeigt die Karte mein Problem? Weist sie schon auf einen möglichen Lösungsweg hin? Ist eine Person abgebildet? Was würde mir diese Person raten? So können viele neue Sichtweisen und Impulse gewonnen werden, die eigenen Handlungsmöglichkeiten abzuwägen. Ob du etwas davon annimmst und umsetzt ist „up to you“, wie es Neudeutsch so schön heißt.

Wichtiger Punkt ist, die Tarotkarten sind nur ein Werkzeug. Sie haben keine Macht und befehlen Dir auch nicht, was Du tun sollst. Und selbst wenn „negative“ Karten (die es so gar nicht gibt, denn eigentlich sind alle Karten neutral) fallen – es sind nur bunte Bildchen auf Papier.

Tarot legen ist also doch nur Cold Reading

Cold Reading beschreibt Techniken, die Zauberkünstler und Mentalisten einsetzen, in dem sie bei interviewartigen Gesprächen den Eindruck vermitteln, die Person zu kennen, obwohl sie das nicht tun. Gern wird eben behauptet, genau so wird beim Karten legen gearbeitet, um dem Klienten das zu sagen, was er hören will.

Wie im letzten Absatz beschrieben, geht es um Beratung zu einem konkreten Problem. Tarotkarten haben eine allgemeine Symbolik, also muss ein Berater*in zwangsläufig mit Klient*innen diese besprechen, um eine Beratung zu ermöglichen. Also, ohne Gespräch geht es gar nicht. Und wie gesagt – das Tarot ist ein Werkzeug, man könnte auch einfach so reden. Allerdings eigenen sich gerade Bilder sehr gut, um Gefühle anzusprechen, die manche Menschen schwer formulieren können.

Da Kartenlegen eine Beratung ist, ist es also natürlich interaktiv. Da ein seriöser Berater aber gar nicht den Eindruck erwecken wollen wird, eine Gabe zu haben, ist der Vorwurf von Cold Reading nicht gerechtfertigt. Ich stelle mir das immer bei anderen Berufen vor – z.B. beim Arzt „Was tut denn weh?“ – „Sie sind der Fachmann, finden Sie es raus.“ Oder in der Autowerkstatt- da kann das schon teuer werden, wenn der Fachmann sagt, was ausgetauscht werden soll.

Aber wie funktioniert das genau?

Woher weiß ich denn, dass die richtigen Karten für mich da liegen?” Gegenfrage- nach allem, was Du oben gelesen hast, wäre es da noch wichtig, ob die Karten gezielt ausgewählt werden oder ob zufällige Kartenbilder genutzt werden? Denn wie oben beschrieben – die Karte sind ein Werkzeug, die Intuition zu schulen und mit ihrer Hilfe neue Ansätze zu finden, ein Problem zu lösen oder mit einer Situation umzugehen.

Meistens eine Situation, in der wir entweder mit dem Verstand nicht weiter kommen- oder aber Herz und Verstand uns wie Engelchen und Teufelchen auf der Schulter gegensätzliche Handlungsempfehlungen zu flüstern. Wir sind gewohnt, Dinge mit em Verstand zu entscheiden- zwei Jobangebote und wir nehmen das besser bezahlte an. Nun erfüllt uns dieser Job aber nicht und wir fühlen uns nicht wohl. Der Verstand kann dies aber nicht erklären- es scheint doch alles perfekt.

Genau bei solchen Fragestellungen ist es gut, sich bewusst zu werden und die eigene Gefühlswelt zu analysieren. Dabei kann Tarot helfen, da die Karten eine vielschichtige, allgemeine Bedeutung haben. Jedoch muss man sich darauf einlassen. Frage daher vielleicht eher: Funktioniert Tarot für mich? Einfach mal probieren und darauf einlassen.

Natürlich gibt es Theorien dazu, wie Tarot und insbesondere das Ziehen der richtigen Karten funktionieren soll. Diese Konzepte sind aber sehr komplex, so dass ich hierzu zur gegebenen Zeit einen eigenen Beitrag verfassen werde.

Wie oben erwähnt sind Tarotkarten ein Werkzeug, die Lösung zu finden, wenn der Verstand und das Herz sich mal nicht einigen können. Also in einer Situation, in der Dich der Verstand allein ohnehin nicht weiter bringt – vielleicht ist es dann an der Zeit, etwas Neues zu probieren? Und ob Du darauf vertraust, dass eine höhere Macht die richtigen Karten für Dich wählt oder Du bei der Betrachtung zufälliger Karten auf die Lösung kommst oder einen Aha- Moment erfährst – das ist ja dann vielleicht sogar unwichtig? In dem Sinne – bleibe neugierig.

Be Blessed, Keya

P.S. In eigener Sache, ich habe mir da etwas überlegt – ich möchte gerne meine allgemeine Tarot Legung, die ich zum Vollmond durchführe, mit Euch teilen. Wenn Ihr also ein-/ zweimal (zu Voll- und Neumond) im Monat allerhöchstens Post mit Impulsen für den kommenden Monat erhalten wollt, dann meldet Euch bei meinem Newsletter an:

Magie – das Salz in der Suppe des Lebens

„Hast Du gesehen, was Sabrina da um den Hals trägt“ – ich habe auf meiner Hochzeit wohl gehört, was der Mann meiner besten Freundin ihr zugeflüstert hat. Gemeint war meine Pentagramm- Kette, die ich mit 24 eigentlich gar nicht abgelegt habe. „Ja, natürlich, dass ist das Zeichen der Göttin, nicht das was Du denkst“ höre ich meine Freundin zurück zischen – sichtlich genervt, weil sie im Gegensatz zu ihrem Mann bemerkt hat, dass ich die beiden höre.

Das Pentagramm ist natürlich soviel mehr als das, aber auf meiner Hochzeit hatte ich nicht so ganz viel Zeit, mich darüber zu unterhalten und auch hier führt das zu weit. Denn ich möchte eigentlich über Magie schreiben – und wieso ich daran „glaube“ und Magie praktiziere. Denn – und deswegen habe ich mit der Geschichte begonnen – aus dem Alltag kennen mich die meisten Menschen als den rationalsten Menschen, den sie kennen. Ich arbeite irgendwas mit Datenbanken und Programmieren, bin gut in Mathe und auf vielen Gebieten ein Klugscheißer. Und irgendwie kriegen viele Menschen das nicht überein mit meinem spirituellen Weg.

Bei Magie denken viele bestimmt erst einmal an Harry Potter und ganz viel Special Effects. Also etwas, dass im Film vorkommt, damit er nicht so langweilig ist wie die Realität – wo es eben scheinbar keine Magie gibt. Aber gibt es das wirklich nicht? Klar, da gibt es viele in der Esoterik- Szene, die sagen, dass es Magie gibt und das ganze so darstellen, als wenn es entgegen den Naturgesetzen, die wissenschaftlich bewiesen werden können, steht. Das würde ich dann aber zum Beispiel als Wunder bezeichnen.

Dann denken einige vielleicht an Magier, die Kartentricks aufführen und vermeintlich junge Damen in der Mitte durchsägen. Das Illusionisten sich als Magier bezeichnen bzw. das, was sie da tun als Magie bezeichnet wird, nervt mich ein wenig. Deswegen mag ich, dass Wicca im Englischen zwischen Magic und Magick unterscheiden (letzteres ist das, was Hexen bzw. Wicca wirken). So was hätte ich im Deutschen auch gern – oder gibt es das schon, dann schreibt mir das Wort gern in die Kommentare.

Der Magier - The Magician - Rider Waite Smith
Der Magier aus dem klassischen Rider Waite Smith Tarot

Was ist denn nun Magie? Ich finde es hilfreich, sich dazu einmal die Karte „Der Magier“ aus dem Tarot anzusehen.* Auf dieser ist der Magier in roter Robe zu sehen, er hält den Zauberstab in die Höhe und zeigt mit der anderen Hand zum Boden, er bildet gleichsam eine Verbindung von oben nach unten. Vor ihm auf dem Tisch liegen die vier Elemente, die er benötigt, um etwas zu schaffen: die Münze für das materielle, der Kelch als Symbol für die Emotionen und das Unterbewusstsein, das Schwert für die messerscharfen Gedanken und den Stab als Impuls bzw. den Funken, den es braucht, um zu beginnen. Der Magier versucht, seine Welt zu formen und zu verändern, in dem er seine Gedanken in der realen Welt manifestieren möchte. Dafür nutzt er – Magie.

Ja, aber so funktioniert es ja in Wirklichkeit nicht, wird jetzt der ein oder andere von Euch sagen. Niemand hat behauptet, dass es einfach sein wird (außer vielleicht die Harry Potter Filme, in denen Geschirr mittels Magie gespült wird). Jedoch möchte ich zu bedenken geben – in vielen Coachings zur Persönlichkeitsentwicklung wird „die Gedanken manifestieren“ als Endziel des Coachings beschrieben. Und dass auch in nicht esoterisch oder spirituell angehauchten Seminaren. Es geht darum, die Beste Form seines Selbst zu werden – und dafür muss man es erst einmal selbst glauben bzw. vor dem inneren Auge sehen – erst dann kann man es in die Tat umsetzen. Gar kein Fauler Zauber – unser Geist funktioniert einfach so.

Irgendwann habe ich mal den Satz „Magie praktizieren ist wie eine konzentrierte Form des Gebetes“ gelesen – das finde ich sehr treffend. Manche Menschen beten, um etwas in ihr Leben zu ziehen. Hexen praktizieren dafür vielleicht Magie, wieder andere schreiben eine ToDo- Liste oder fassen gute Vorsätze und handeln dann danach. Magie ist eine Kraft, eine Energie – von Gedankenkraft, die Deinen Finger zum Lichtschalter bewegt bis hin zur tatsächlichen Energie in Form von Strom, der dann in durch die Leitung zur Leuchte fließt. In Teilen können wir das mit unseren Naturwissenschaften erklären – Teile vielleicht auch noch nicht. In dem Fall können wir die Wirkung dann auch nicht voraussagen. Aber Magie und Wissenschaft stehen nicht zwangsläufig im Widerspruch zueinander.

Ganz romantisiert kann man es vielleicht wie in einem anderen Film ausdrücken – Magie umgibt uns wie die Macht in Star Wars – aber wenn ihre Wirkungsweisen real im Film wiedergegeben worden wären, dann hätten die Filme alle Überlänge. Eine sehr schöne Darstellung von Magie findet sich übrigens in der Serie „The Good Witch“ – es geht in der Serie um eine Frau, die sich selbst nie als Hexe bezeichnet, aber irgendwie immer Vertrauen in die Magie hat und daher immer für alles und jeden eine Lösung findet – auch wenn die manchmal nur im Warten auf den richtigen Zeitpunkt besteht. Im Laufe der Serie heiratet sie dann den Allgemeinmediziner, der neu in die Stadt gekommen ist – und im Laufe der Serie wird sehr schön deutlich, dass Wissenschaft und alternative Methoden sich eigentlich ergänzen und nicht in Konkurrenz stehen.

Tarot, Tarotlegung, Kartenlegen, Wahrsagen, Magie, Hellsehen
Photo by Jen Theodore on Unsplash

Einen weiteren, sehr schönen Beitrag zum Thema Magie hat Die Kleinstadthexe geschrieben – schaut mal vorbei. Und wo wir gerade schon über die Karte „Der Magier“ gesprochen haben – bist Du Dir Deiner Schöpferkraft bewusst? Glaubst Du, dass Du mit der Kraft Deiner Gedanken Dein Leben nach Deinen Wünschen verändern kannst? Schreib mir die Antwort gern in die Kommentare – ich bin sehr gespannt.

Be blessed, Keya

*Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Königfurt-Urania Verlags, © Königsfurt-Urania Verlag, www.koenigsfurt-urania.com

Das „Elle Qui“ Orakel – Vorstellung mit Beispiellegung

Dieser Beitrag enthält (unbezahlte) Werbung sowie Affiliate – Links

Erst einmal ein dickes Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Tatsächlich habe ich mich so in die Magie der Raunächte vertieft, dass ich ganz schwer aus dieser Ruhe wieder herausgefunden habe. Dann sind wir mit vollem Elan ins neue Jahr – bis ich dann den falschen Menschen wieder Tür und Tor geöffnet habe, Zuviel von meinen Schwächen Preis gegeben habe – und ihnen damit die Gelegenheit gegeben habe, mich nieder zu machen, um sich selbst besser zu fühlen. Das Traurige dabei – verloren hat eine dritte Seele.

So langsam habe ich mich jetzt aber wieder an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. In der Konsequenz trete ich gerade an einigen Stellen kürzer, weil ich gerade keine Kraft habe, dass Menschen mir ihre Probleme überstülpen – ich mache keinem einen Vorwurf, denn ich bin Schuld, wenn ich meine Grenzen nicht deutlich ziehe.

Auf jeden Fall habe ich in der Zwischenzeit einen tollen Kurs zum Thema „Tarot als psychologisches Coachingwerkzeug“ gemacht. Zusätzlich durften einige weitere tolle Tarot- und Orakeldecks einziehen und eins möchte ich Euch hier vorstellen.

Dieses Deck wurde mir bei einem anderen unter „Kunden kauften auch“ bei Amazon angezeigt und landete spontan im Warenkorb, weil ich mich in die 3 Vorschaukarten verliebt habe. Hier könnt ihr das <a href="http://<a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/1572819731/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=1572819731&linkCode=as2&tag=freifliegend-21&linkId=fe22234c958c89ebd804f6fc47e92efd">Lynch, A: Elle Qui OracleElle Qui Oracle* selbst kaufen. In folgendem Video habe ich das Deck einmal kurz für Euch vorgestellt und durchgeblättert:

Flip Through „Elle Qui Oracle“ von Melanie Delon und Arwen Lynch-Poe

Das Orakelkartenset ist bei U.S. Games erschienen und enthält 44 Karten sowie ein Booklet mit allen Kartenbeschreibungen und 2 Legemustern. Das Deck ist in englischer Sprache, allerdings durch die wunderbaren Bilder auch für alle intuitiven Kartenleser mit wenig Englischkenntnissen geeignet. Alle Karten zeigen einen Frauen Archetyp „She who…“ und dann eine Aktion, ein Gefühl oder eine Haltung. Zusätzlich zu den aussagekräftigen Bildern sind noch 3 Schlagworte zum Kartenthema auf der Karte abgedruckt.

Obwohl sich bei den abgebildeten Frauen um möglichst vielfältige ethnische Herkünfte bemüht wurde, hätte ich mir noch ein wenig mehr Diversität gewünscht – die Mädels sind alle recht schlank und keine hat wirklich mal einen Kurzhaarschnitt (es gibt Damen mit Helm, da sieht man es natürlich nicht). Beim Punkt Diversität kommt das Deck für mich nicht an das Modern Witch Tarot* von Lisa Sterle heran. Aber die Bildsprache der Karten ist so gewaltig, dass ich mich selbst darin wiederfinde – und vom Thema „Sie, die…“ eignet sich so ein Deck sowieso besser zur Selbstreflexion in schwierigen Zeiten. Dafür ist wichtig, sich selbst in dem Deck wiederzufinden.

Sehr besonders finde ich, dass zu jeder Karte im Booklet 3 Fragen zur Selbstreflexion genannt sind. Im eingangs erwähnten Tarotkurs wurde genau so gearbeitet und ich bin überrascht, wie gut es funktioniert, sich eher selbst durch die Karten die richtigen Fragen zeigen zu lassen und selbst die Antworten zu finden – denn eigentlich sollen Karten nur die Handlungsoptionen zeigen, unsere Zukunft entscheiden wir selbst.

Meine erste Legung mit dem Deck habe ich hier mal für Euch zusammengefasst. Ich habe ein Legemuster aus dem beiliegenden Booklet genutzt. Es werden nach sorgfältigem Mischen 4 Karten gezogen und in einer Reihe ausgelegt. Als 5 Karte dient die unterste Karte des Stapels. Wenn Du Dich von den Bildern angesprochen fühlst, lies weiter unten, was die Botschaft des Orakels ist.

Die ersten 4 Karten meiner Legung
  • 1. Karte: Von welcher Stärke macht man zu wenig Gebrauch
  • 2. Karte: Welche eigene Schwäche einem selbst im Weg steht
  • 3. Karte: Was repräsentiert das innere Selbst
  • 4. Karte: Was trägt man nach Außen
  • 5. Karte: Was ist nötig, um die beste Version von sich selbst zu werden

Für diese Legung wurden der Reihe nach gezogen:

Orchid – Sie, die gedeiht

aufblühen, Erfolg haben, blühen

Die Schmetterlinge zeigen die Entwicklung und stehen für die Verwandlung und Metamorphose von der Raupe zum schönen Schmetterling. Die bernsteinfarbenen Augen erinnern an Gold und damit an Erfolg, Reichtum und Wohlstand. Die Lippen der jungen Frau sind mit Nektar oder Honig benetzt – sie kostet ihren süßen Erfolg voll aus.

Die Karte zeigt, dass alles für den Erfolg in einem ist – es ist nur an der Zeit, die Gelegenheiten beim Schopf zu fassen. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass Erfolg in vielfältiger Weise in unser Leben treten kann – es kann eine Gehaltserhöhung, eine Beförderung aber auch eine neue Beziehung, ein neuer Freund*in im Leben sein – öffne Deine Augen, damit Du Deine Erfolge nicht übersiehst. Folgende Fragen helfen Dir, Klarheit zu erlagen und Dir einen Fahrplan zurecht zu legen:

  • Was bedeutet Erfolg für mich?
  • Welches Projekt steht kurz vor der Vollendung und kann jetzt zum Erfolg geführt werden?
  • Wie kann ich den Begriff Fülle weiter fassen und verstehen?

Aylis – Sie, die Wünsche gewährt

Wunsch, Begehren, Hoffnung

Die Dame erinnert an eine Fee aus einem Märchen, wirkt aber zerbrechlich wie eine Porzellanpuppe. Die Augen hat sie geschlossen, ist in sich gekehrt. Die Sterne auf ihrem Kleid lassen sie zusätzlich unnahbar und entrückt wirken. Die gute Fee hat jetzt genug Wünsche anderer erfüllt, nun ist Zeit, an sich selbst zu denken, sich selbst eine Pause zu gönnen und sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Bei allen Wünsch gilt aber immer – sei vorsichtig, was Du Dir wünscht, denn Du könntest es bekommen. Mit folgenden Fragen kannst Du Dir Deiner Wünsche bewusst werden:

  • Welcher tiefere Grund steht hinter meinem Wunsch?
  • Was bin ich bereit, für meinen Wunsch zu tun?
  • Wo brauche ich mehr Hoffnung in meinem Leben?

Hannah – Sie, die zuhört

Verstehen, Zeugnis, Mitgefühl

Vorgebeugt, einem zugewandt steht die junge Dame auf der Karte mit der Hand auf ihrem Herzchakra als Zeichen ihres Mitgefühls. Mit ihren Augen scheint sie dem Betrachter direkt in die Seele zu schauen. Die Blumen an ihren Ohren betonen, dass sie zuhören wird und sich kein Urteil über das Gehörte bilden wird. Wenn Du einen solchen Menschen im Leben hast, der zuhören und verstehen kann, bevor er selbst redet – halte ihn fest. Versuche, selbst dieser Mensch für Deine Freunde zu sein. Es ist Zeit, sich alles von der Seele zu reden oder schreiben. Frage Dich selbst:

  • Wer hört mir zu, ohne zu urteilen?
  • Welche Geschichten von mir müssen erzählt/ geteilt werden?
  • Wie kann ich diese Geschichten am Besten aus mir herauslassen?

Shiala – Sie, die kreiert

Kreativität, Originalität, Spontanität

Auf dem Bild sehen wir eine Frau, die sich kreativ austobt – Kopfschmuck und ausgefallene Kleidung, die sie selbst ausdrücken und anderen nicht gefallen müssen. Ihr selbstbewusstes Makeup kehrt ihren inneren Narren heraus, sie ist frei und sie selbst. Sie probiert sich aus und schlägt ihren eigenen Takt auf ihrer Trommel. Als Symbol der Leidenschaft sitzt ein Feuersalamander auf ihrer Schulter, der ihr Inspirationen ins Ohr flüstert. Kreativität drückt sich bei allem aus: Malen, Musizieren, Kochen usw. Um ihrem Beispiel zu folgen, beantworte Dir folgende Fragen:

  • Aus welcher eingefahrenen Spur muss ich dringend ausbrechen?
  • Wie kann ich Dinge auf kreative, spaßige Weise anders machen?
  • Wer ist die spontanste Person, die ich kenne?
Karte Nummer 5 – Unterseite des Stapels

Étreinte – Sie, die einhüllt

Einwickeln, Umarmen, Self- Care

Eine junge silber-blonde Dame steht eingehüllt in ein buntes Tuch im Bild. Obwohl sie einen direkt anblickt, wirkt sie selbst trotz der warmen Farben des Tuchs kühl und distanziert. Auf ihrem Kopf sieht man eine Krone, Symbol für Erkenntnis aber auch für die Herrschaft über sich selbst – diese Frau ist ihr eigener Herr. Der Vogel auf ihrer Schulter – ein Buschhäher – bleibt entspannt bei ihr sitzen. Kommt man jedoch zu Nahe, wird der kleine Vogel zum lautstarken Verteidiger ihrer Grenzen. Die Karte erinnert uns an die Schichten unserer Persönlichkeit und dass wir diese nicht auf einmal alle offenlegen müssen, wenn wir uns dabei nicht wohl fühlen. Bewahre Deine eigenen Grenzen und öffne Dich nur denen vollständig, die diese Offenheit verdienen. Zur Verdeutlichung beantworte Dir folgende Fragen:

  • Wie kann ich mich gerade selbst beruhigen?
  • Wer verdient, durch meine Schichten in mein Inneres zu sehen?
  • Was sollte ich mir erlauben, anzunehmen?

Ich hoffe, diese Vorstellung hat Euch gefallen. Wie gefällt Euch das Deck? Schreibt mir gern Eure Meinungen in die Kommentare. Möchtet ihr öfter Beispiellegungen hier lesen?

Habt ihr Lieblingsdecks – Tarot oder Orakelsets? Ich freue mich auf Eure Erfahrungen.

Be blessed, Keya

* um meinen Blog ein wenig zu refinanzieren, habe ich mich zur Probe beim Amazon Affiliate Programm angemeldet. Wenn ihr die Decks über die oben angegebenen Links bestellt, bekomme ich einen kleinen Betrag gutgeschrieben – der Preis für Euch bleibt gleich. Ihr könnt nur entscheiden, ob ihr alles dem Riesen Amazon geben möchtet oder ich etwas abbekomme 😉 Danke.

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