Meine Haare und ich pflegen seit Jahren eher eine Hassliebe. Als Kind hatte ich zur Einschulung einen „feschen“ Kurzhaarschnitt. Gut sah er genau an dem Tag aus, an dem ich den Friseursalon verließ – danach musste meine Mutter ihn dann stylen und gleich am ersten Tag hieß ich dann Mecki in der Schule. Also ging ich ab da nicht zum Friseur, bis zur 4. Klasse, da hatte ich dann hüftlanges Haar.

Im Teenageralter wurde das immer kürzer auf Anrraten der jeweiligen Friseurin, da das für mein sehr feines Haar besser ist. Ab einem gewissen Alter gab es mich dann meist mit Vernunfts- Kurzhaarschnitt. Ab und an wollte ich zwar mal wachsen lassen, kam aber nie weit. Die kurzen Haare hatte ich im Erwachsenenalter meist blond gesträhnt. Weil das das Haar schön kaputt äh griffiger macht.

Schon im Teenageralter habe ich mit Henna gefärbt – damals, weil rote Haare ja irgendwie zu einer Hexe gehören. Mein Vater hatte mir noch ein Shirt mit der Aufschrift Hexe dazu gekauft – es war seine Art zu sagen, dass er rote Haare nicht mochte, ich fand es cool.

Immer, wenn ich mal wieder wachsen lasse, komme ich auf Pflanzenfarbe zurück – sie macht das Haar nämlich auch griffiger, aber eben gesünder. Und ich mag rot – mein Mann nicht, da muss er durch. Ich war jetzt ja mal wieder eine Zeit lang blond. Das letzte Mal habe ich in der Elternzeit mit Radico Weinrot gefärbt – der Haarpracht aus der Zeit trauere ich nach, leider wurden die Haare mit Ende der Stillzeit so dünn, dass wieder vernunftskurz angesagt war.

Diesmal habe ich mich für Khadi Henna& Amla entschieden. Amla soll nochmal das rot intensivieren und die Haare zusätzlich pflegen. Kommt in einer schicken Metalldose und kostet derzeit noch 7,06 pro 100g. Khadi scheint aber gerade die Verpackungen von Metalldosen auf Pappschachteln zu 100g umzustellen (so etwas in der Art stand bei Khadi auf der Website) – wenn das der Fall sein sollte, wird die Farbe vermutlich zukünftig 9,69 pro 100g kosten. Damit aber immer noch 1 Euro weniger als das Radico Weinrot.

Radico war schon eine tolle Sache. Allerdings waren die Haare direkt nach dem Ausspülen der Farbe oft stumpf und trocken vom Gefühl her bis zu nächsten Waschen. Beim Färben mit Pflanzenhaarfarbe ist es wichtig, die Farbe nur mit klarem Wasser auszuspülen und frühestens nach 24h, besser erst nach 48 h mit Shampoo zu waschen. In der Zeit dunkelt die Farbe dann ggf. auch nach, daher sieht man das endgültige Ergebnis etwa 2 Tage nach dem Färben. Henna nach dem Einwirken über Stunden wie Zement am Kopf pappt und das Auswaschen mühsam ist, war ich aber schon von meinen Hennaversuchen in der Teenagerzeit gewohnt.

Umso überraschter bin ich jetzt nach dem Versuch mit Khadi – das war schnell abgespült und die Haare ware kämmbar und kein bisschen strohig. Direkt nach dem Föhnen glänzt das Haar wunderschön – selbst die Reste blonder Strähnchen. Das Farbergebnis gleicht bisher dem von Radico Weinrot, wobei es mir jetzt direkt nach dem Färben sogar etwas knalliger vor kommt.

Für mein noch kurzes Haar habe ich 50g angerührt. Ich wäre auch mit der Hälfte ausgekommen. Selbst für schulterlanges Haar habe ich bisher nie mehr als 50g gebraucht – mit der Metalldose kann ich noch 2 mal nachfärben.

Leider habe ich kein direktes Vorherbild gemacht – für das Neumondwochenende war nämlich Handy- Detox angesagt. als mir das einfiel, war die Farbe schon eine Stunde auf dem Kopf.

Das Ergebnis nach der ersten Wäsche ca. 36h nach dem Färben seht ihr im letzten Bild. Am Abend zuvor habe ich die Haare noch mit dem Vitality Grow Öl von Khadi gepflegt – dieses nutze ich gerade, um meine Haare gesund wachsen zu lassen. Khadi empfein Haaröl am Tag nach der Färbung, um die Farbe zu fixieren.

Wie sieht es bei Euch aus – Team chemische oder pflanzliche Haarfarbe? Oder habt ihr Euch an Pflanzenhaarfarbe noch nicht heran getraut? Und habt ihr Tipps für gesundes Haarwachstum?

Be Blessed, Keya